Die Leistungsausgaben je Versicherten sind im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 3,1 % gestiegen. Damit liegen die Steigerungen deutlich unter der vom GKV-Schätzerkreis für das Jahr 2011 abgegebenen Jahresprognose von 4,3 %. Ursächlich für die deutliche Abweichung sei nach Ansicht des BMG das Arzneimittelsparpaket der Bundesregierung vom vergangenen Jahr, das zu einer Absenkung der Arzneimittelausgaben der GKV von 4,8 % im Vergleich zum Vorjahr geführt hat.

Der Anstieg der GKV-Ausgaben für die stationäre Versorgung wird mit 4,8 % je Versicherten beziffert. Das BMG kommentiert die Entwicklung bei den Krankenhausausgaben wie folgt:

„Trotz moderater Preisentwicklung bei den Vereinbarungen über die Landesbasisfallwerte haben hier offensichtlich Zuwächse bei den Leistungsmengen zu einem deutlichen Anstieg der Ausgaben der Krankenkassen geführt.“

Der Zuwachs bei den Ausgaben für ambulante ärztliche Leistungen wird mit lediglich
1,2 % je Versicherten angegeben. Dieser Wert wird seitens des BMG relativiert: Wegen fehlender Abrechnungsdaten in der ambulanten ärztlichen Versorgung seien noch keine validen Schlüsse auf die Ausgabenentwicklung des Gesamtjahres möglich.


Die moderaten Steigerungen bei den Leistungsausgaben gehen einher mit konjunkturbedingten Mehreinnahmen der Krankenkassen. Dies führt absehbar zu deutlichen Überschüssen in der GKV. Allein die geringeren Leistungsausgaben im 1. Quartal führen zu einem Überschuss der GKV von rund 1,5 Mrd. Euro.