Das BMG begründet mit dem Defizit die mit dem GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinG) und dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) getroffenen Maßnahmen zur Konsolidierung der GKV-Finanzen und zur Kostendämpfung. Mit den getroffenen Maßnahmen würden im Jahr 2011 die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds voraussichtlich die Ausgaben der GKV decken.

Die Bilanz des Gesundheitsfonds fällt ungleich positiver aus. Den Einnahmen des Gesundheitsfonds aus Beiträgen und Bundeszuschüssen von 174,6 Mrd. Euro standen im Jahr 2010 lediglich Zuweisungen an die Krankenkassen von insgesamt 170,3 Mrd. Euro gegenüber. Damit erwirtschaftete der Gesundheitsfonds im Jahr 2010 einen Überschuss von 4,2 Mrd. Euro, welcher der Liquiditätsreserve zugeführt wurde.

Die Leistungsausgaben der GKV sind im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2009 um 3,1% je Versicherten gestiegen. Die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen sind deutlich höher, nämlich um 4,7 % bzw. um 2,5 Mrd. Euro gestiegen. Dazu heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums:

„Der Anstieg bei den Ausgaben für Krankenhausbehandlungen lag je Versicherten bei 4,7%. Hier hat sich der Zuwachs im Vergleich zum 1. Halbjahr (4,2 %) deutlich beschleunigt. Auch dieser Zuwachs setzt bereits auf einen Anstieg von 6,6 % im Jahr 2009 auf.

Für die Krankenhäuser wurden damit allein aus Mitteln der GKV in den beiden vergangenen Jahren mehr als 6 Mrd. Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt.“