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22. September 2010

GKV-Finanzentwicklung 1. Halbjahr 2010

Am 15. September 2010 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die aktuellen Daten zur Finanzentwicklung der GKV veröffentlicht (Anlage). Das Halbjahresergebnis der GKV weist mit Einnahmen in Höhe von 87,37 Milliarden Euro und Ausgaben in Höhe von 87,25 Milliarden Euro ein ausgeglichenes Ergebnis aus. Damit stellt sich die Finanzsituation in der GKV deutlich positiver dar als ursprünglich angenommen. Der GKV Schätzerkreis erwartete für 2010 zuletzt ein Defizit von 3,1 Mrd. Euro. Diese Zahlen dürften in der nächsten Sitzung nach unten korrigiert werden.

Ursächlich für die positive Gesamtentwicklung sind zum einen die deutlich gestiegenen Beitragseinnahmen der gesetzlichen Krankenversicherungen, die insbesondere Ausdruck des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland sind. Das BMG versucht diese Entwicklung in der Pressemitteilung allerdings zu relativieren und weist auf die erwartungsgemäß höheren GKV-Ausgaben in der zweiten Jahreshälfte hin.

Die Leistungsausgaben je Versicherten sind im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 4,2 % gestiegen und liegen damit unter den Prognosen des GKV Schätzerkreises. Der Anstieg bei den Ausgaben für Krankenhausbehandlung lag im ersten Halbjahr 2010 je Versicherten bei 4,2 % und damit weit unterhalb der GKV- Prognose des GKV-Spitzenverbandes (6,2 %). Damit bestätigt sich die Annahme der DKG, dass es sich bei dem Anstieg der Ausgaben für Krankenhausbehandlung im ersten Quartal 2010 (+ 5,3 %) um eine temporäre Folgewirkung des KHRG handelte.


Das BMG kommentiert die Entwicklung bei den Krankenhausausgaben wie folgt:

„Der Anstieg bei den Ausgaben für die Krankenhausbehandlung lag im ersten Halbjahr 2010 je Versicherten bei 4,2 v.H. Auch dieser Zuwachs setzt bereits auf einen Anstieg von 6,6 v.H. im Jahr 2009 auf. (…) Die Ausgabenentwicklung in den drei großen Ausgabenblöcken ist unterschiedlich zu bewerten: Bei Ärzten und Krankenhäusern resultieren die Zuwächse der letzten beiden Jahre aus Verbesserungen der Honorarsituation der niedergelassenen Ärzte und einer Stärkung der Finanzsituation der Krankenhäuser vor dem Hintergrund von hohen Tarifabschlüssen der letzten Jahre.“





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