Die Leistungsausgaben je Versicherten sind danach im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 4,8 % gestiegen. Der Anstieg für die stationäre Versorgung je Versicherten wird mit 5,3 % beziffert. Das BMG kommentiert die Entwicklung bei den Krankenhausausgaben wie folgt:

„Der Anstieg bei den Ausgaben für die Krankenhausbehandlung lag im 1. Quartal 2009 (richtig: 2010) je Versicherten bei 5,3 %. Auch dieser Zuwachs setzt bereits auf einen Anstieg von 6,6 % im Jahr 2009 auf.“

Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen in Höhe von 43,5 Mrd. Euro standen Ausgaben in Höhe von 43,26 Mrd. Euro gegenüber. Aufgrund der unterjährig ungleich verteilten Einnahmen- und Ausgabensituation in der gesetzlichen Krankenversicherung verweist das BMG auf das Ergebnis des Schätzerkreises vom 28. April 2010. Dieser rechnet mit einer Unterdeckung der Kassenausgaben durch die Zuweisung aus dem Gesundheitsfonds von rd. 3,1 Mrd. Euro.

Der Zuwachs der Krankenhausausgaben wird von der DKG in einer Pressemitteilung kommentiert. Zum Hintergrund: Wegen des späten Inkrafttretens des Krankenhausfinanzierungsreformgesetzes (KHRG) Ende März 2009 sind die Tarifhilfen von rund 2 % erst im Laufe des Jahres 2009 wirksam geworden. In der Basis der GKV Quartalszahlen 2009 sind diese noch nicht enthalten. Um eine Vergleichbarkeit der Zahlen herzustellen, müsste der Ausgabenanstieg der GKV im 1. Quartal 2010 um die Tarifrate reduziert werden. Der bereinigte Ausgabenanstieg beträgt somit lediglich 3,3 %. Die DKG hat dies mit Blick auf die zeitgleich stattfindenden Verhandlungen der Regierung zur GKV-Finanzierung öffentlich klargestellt.