Als ein Element des Gesundheitsfonds mit Einheitsbeitragssatz wurde der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich im Jahre 2009 eingeführt. Die aktuelle Festlegung des Bundesversicherungsamtes vom 30. September 2009 weist rund 4.000 ICD-Schlüssel aus, die geeignet sind, Zuschläge im Risikostrukturausgleich zwischen den Krankenkassen auszulösen. Deren Zuordnung auf Diagnosegruppen (DXG) und hierarchisierte Morbiditätsgruppen (HMG) sowie die Zuordnung von Arzneimitteln bedarf einer ständigen Überprüfung, wobei das Bundesversicherungsamt hier auf die Mithilfe der Institutionen und Verbände im Gesundheitswesen angewiesen ist.

Die Unterstützungsanfrage bezieht sich auf die Festlegungen des BVA vom 30. September 2009 bzw. zu dem in Abstimmung befindlichen Festlegungsentwurf zur Krankheitsauswahl für das Ausgleichsjahr 2011. Beide Dokumente sind auf der Homepage des BVA www.bundesversicherungsamt.de unter der Rubrik Risikostruktursausgleich/ Festlegungen abrufbar.

Die Festlegungen haben keine direkten Auswirkungen auf die Finanzierung von Krankenhausleistungen. Dennoch könnten Hinweise zu Aufgreifkriterien und Zuordnung zu Diagnose- bzw. Morbiditätsgruppen das Prüfverfahren von Krankenkassen bei bestimmten stationären Leistungen und bei ambulanten Leistungen in Krankenhäusern beeinflussen.