Besonders deutlich und häufig sprechen sich die Vertreter der Regierungsfraktionen für Investitionen in den Gesundheitssektor und gegen Maßnahmen der Kostendämpfung aus. Mit rund 4,5 Mio. Beschäftigten gebe es im Gesundheitswesen 7-mal so viele Beschäftigte wie in der deutschen Vorzeigebranche, der Automobilindustrie. Deshalb wolle die Regierung, so der für Gesundheit zuständige stellvertretende Vorsitzende der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion Johannes Singhammer, „den Gesundheitssektor weder kaputt sparen noch ruinieren, sondern weiterentwickeln“. Die CDU-Abgeordnete Stefanie Vogelsang thematisiert zudem die mangelnde Investitionsfinanzierung bei Krankenhäusern und bittet den Bundesgesundheitsminister mit Blick auf die Länder, für eine ausreichende Finanzierung zu „kämpfen“.

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Karl Lauterbach, attackiert die Regierung heftig. Mit Blick auf die Institutsleitung des IQWiG spricht der SPD-Abgeordnete von Rufmordkampagne und Diffamierung. Insgesamt wirft die Opposition der Regierung vor, die drohenden Zusatzbeiträge bei den Krankenkassen nicht verhindert zu haben.