Die Reserven der Krankenkassen sind demnach um rund 170 Mio. € gesunken und belaufen sich aktuell auf 15,5 Mrd. €. Das Defizit lasse sich dadurch erklären, dass die Krankenkassen ihre Versicherten durch einen niedrigeren durchschnittlichen Zusatzbeitrag an ihren hohen Finanzreserven beteiligt haben. Ohne die damit verbundenen Mindereinnahmen hätten die Krankenkassen das 1. Quartal 2015 nicht mit einem Defizit, sondern mit einem Überschuss abgeschlossen. Die Liquiditätsreserven des Gesundheitsfonds belaufen sich Ende März 2015 auf 9,8 Mrd. €. Die Krankenkassen und Gesundheitsfonds haben somit insgesamt Rücklagen in Höhe von 25,3 Mrd. €.

 

Die Ausgaben der GKV sind im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 4,2 % gestiegen, die gesamten Leistungsausgaben um 4,3 % je Versicherten. Der Ausgabenzuwachs für die Krankenhausbehandlung betrug im gleichen Zeitraum 3,2 % und liegt damit weiterhin unter den durchschnittlichen Leistungsausgabenzuwächsen der gesetzlichen Krankenkassen. Absolut sind die GKV-Krankenhausausgaben im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 0,7 Mrd. € angestiegen.