Die Finanzreserven der Gesetzlichen Krankenversicherung sind unverändert auf einem stabilen hohen Niveau. Die Reserven sind insbesondere aufgrund von freiwilligen Leistungen und Prämien leicht gesunken und betragen Ende September 2014 noch 16 Mrd. €

Die Finanzreserven des Gesundheitsfonds sind aufgrund des saisonbedingten Defizits in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 um 4,12 Mrd. € zurückgegangen. Im 4. Quartal 2014 wird sich die Einnahmesituation des Gesundheitsfonds u. a. durch die Verbeitragung von Einmalzahlungen (Weihnachtsgeld) deutlich verbessern. Dem Schätzerkreis zufolge werden die Liquiditätsreserven des Gesundheitsfonds zum Jahreswechsel 2014/2015 voraussichtlich bei 12,6 Mrd. € liegen.

Die Gesamtausgaben der GKV sind im Vergleich zum 1. bis 3. Quartal des Vorjahres um 5,1 % je Versicherten gestiegen. Die gesamten Leistungsausgaben um 5,3 % je Versicherten. Der Ausgabenzuwachs für die Krankenhausbehandlung betrug im gleichen Zeitraum 3,9 % und liegt damit deutlich unter dem Anstieg der gesamten Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen. Die GKV-Krankenhausausgaben sind somit im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um 2,2 Mrd. € angestiegen. Der Anstieg wird zum Teil mit den gesetzlichen Finanzhilfen begründet.