Die Finanzreserven der Gesetzlichen Krankenversicherung sind im 1. Halbjahr 2014 um 517 Millionen € gesunken. Der Großteil dieses Rückgangs ist auf freiwillige Leistungen und Prämienausschüttungen zurückzuführen. Die Rücklagen sind weiterhin auf einem hohe Niveau und betragen zum Ende des 1. Halbjahres 2014 16,2 Mrd. €. Die Finanzreserven des Gesundheitsfonds sind aufgrund des saisonüblichen Defizits resultierend aus der Auszahlungssystematik des Gesundheitsfonds im 1. Halbjahr 2014 um 3,24 Mrd. € zurückgegangen. Die Liquiditätsreserven des Gesundheitsfonds betragen damit 10,4 Mrd. €. Krankenkassen und Gesundheitsfonds verfügen somit insgesamt über Rücklagen in Höhe von 26,6 Mrd. €.

Die Gesamtausgaben der GKV sind im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres um 5,2 % je Versicherten gestiegen. Die gesamten Leistungsausgaben um 5,3 % je Versicherten. Es wird darauf hingewiesen, dass deutlich steigende Versichertenzahlen dazu geführt haben, dass die absoluten Ausgabenzuwächse um rund 0,5 % höher ausgefallen sind als die Pro-Kopf-Ausgaben.

Der Ausgabenzuwachs für die Krankenhausbehandlung betrug im gleichen Zeitraum 4,3 % und liegt damit unter dem Anstieg der gesamten Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen. Erneut bestätigt sich damit der langfristige Trend, dass die GKV-Krankenhausausgaben nicht so stark ansteigen wie die gesamten GKV-Leistungsausgaben. Absolut sind die GKV-Krankenhausausgaben im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres um 1,58 Mrd. € angestiegen.