Die Reserven sind demnach um rund 270 Mio. € gesunken und belaufen sich aktuell auf 16,5 Mrd. €. Die Liquiditätsreserven des Gesundheitsfonds seien aufgrund des saisonbedingten Defizits von 2,4 Mrd. € und der Kürzung des Bundeszuschusses auf 10,5 Mrd. € leicht zurückgegangen und beliefen sich nun auf 11,2 Mrd. €. Trotz dieser Kürzungen haben Krankenkassen und Gesundheitsfonds insgesamt Rücklagen in Höhe von 27,7 Mrd. €.

Die Ausgaben der GKV sind im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 5,3 % gestiegen, die gesamten Leistungsausgaben um 5,5 % je Versicherten. Der Ausgabenzuwachs für die Krankenhausbehandlung betrug im gleichen Zeitraum 5,1 % und liegt damit unter den durchschnittlichen Leistungsausgabenzuwächsen der gesetzlichen Krankenkassen. Absolut sind die GKV-Krankenhausausgaben im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres damit um 0,9 Mrd. € angestiegen.

Aus Sicht des BMG sei der vergleichsweise hohe Zuwachs zu einem Teil auf die vom Gesetzgeber im Laufe des vergangenen Jahres eingeführten Verbesserungen der Finanzgrundlagen der Krankenhäuser zurückzuführen, die ab August 2013 finanzwirksam wurden und zu überhöhten Ausgaben der Krankenkassen für den größten Leistungsbereich der GKV beigetragen haben. Aus Sicht des BMG dürfte sich dieser Zuwachs im Jahresverlauf abflachen, da die gesetzlich veranlassten Mehrausgaben ab August 2014 nicht mehr vollständig zu höheren Ausgaben gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum führen.