Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat heute, am 5. Dezember 2013, die Finanzergebnisse der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das 1. bis 3. Quartal 2013 veröffentlicht.

Die positive Finanzentwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherung setzte sich dem-nach auch in den ersten neun Monaten des Jahres 2013 fort. Die Reserven sind in 2013 bisher um rund 1,47 Mrd. € angestiegen und belaufen sich inzwischen auf 17 Mrd. €.

Die Finanzreserven des Gesundheitsfonds sind aufgrund des saisonbedingten Defizits in den ersten neun Monaten des Jahres 2013 um 2,46 Mrd. € zurückgegangen. Im 4. Quartal 2013 wird dieses Defizit voraussichtlich durch die Verbeitragung von Einmalzahlungen (Weihnachtsgeld) vollständig ausgeglichen. Die Liquiditätsreserven des Gesundheitsfonds betragen damit 10,6 Mrd. €.

Krankenkassen und Gesundheitsfonds haben somit insgesamt Rücklagen in Höhe von 27,6 Mrd. €.

Die Gesamtausgaben der GKV sind im Vergleich zum 1. bis 3. Quartal des Vorjahres um 4,8 % gestiegen. Die gesamten Leistungsausgaben ebenfalls um 4,8 % je Versicherten. Der Ausgabenzuwachs für die Krankenhausbehandlung betrug im gleichen Zeitraum 3,5 % und liegt damit deutlich unter dem Anstieg der gesamten Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen.

Die GKV-Krankenhausausgaben sind somit im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um 1,78 Mrd. € angestiegen. Die Vergütungszuschläge (Versorgungszuschlag ab August 2013/Tarifrate ab September 2013) sind in den Werten des 1. – 3. Quartals 2013 bereits anteilig enthalten.

Die aktuellen Finanzergebnisse bestätigen erneut den langfristigen Trend, dass die GKV-Krankenhausausgaben nicht stärker - und in diesem Zeitraum sogar geringer - ansteigen als die gesamten GKV-Leistungsausgaben.