Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat heute, am 5. September 2013, die Finanzergebnisse der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das 1. Halbjahr 2013 veröffentlicht.

Die positive Finanzentwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherung setzt sich demnach auch im 1. Halbjahr 2013 fort. Die Reserven sind in 2013 bisher um rund 1,09 Mrd. € angestiegen und belaufen sich inzwischen auf 16,6 Mrd. €. Die Finanzreserven des Gesundheitsfonds sind aufgrund des saisonbedingten Defizits und der Kürzung des Bundeszuschusses im 1. Halbjahr 2013 um 1,98 Mrd. € zurückgegangen. Die Liquiditätsreserven des Gesundheitsfonds betragen damit 11,1 Mrd. €. Krankenkassen und Gesundheitsfonds haben somit insgesamt Rücklagen in Höhe von 27,7 Mrd. €.

Die Gesamtausgaben der GKV sind im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres um 4,6 % gestiegen. Die gesamten Leistungsausgaben ebenfalls um 4,6 % je Versicherten. Die Ausgabenentwicklung der GKV wird vom BMG weiterhin als moderat eingestuft.

Der Ausgabenzuwachs für die Krankenhausbehandlung betrug im gleichen Zeitraum 3,2 % und liegt damit deutlich unter dem Anstieg der gesamten Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen. Die GKV-Krankenhausausgaben sind im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres um 1,08 Mrd. € angestiegen.

Die aktuellen Finanzergebnisse bestätigen erneut den langfristigen Trend, dass die GKV-Krankenhausausgaben nicht stärker - und in diesem Zeitraum sogar geringer - ansteigen als die gesamten GKV-Leistungsausgaben. Darauf hinzuweisen ist, dass die Vergütungszuschläge (Versorgungszuschlag/Tarifrate) in den Werten des 1. Halbjahres nicht enthalten sind. Bis zum 15. September 2013 wird das BMG die Grundlohnrate für 2014 veröffentlichen. In diesem Kontext wird eine Gesamtbewertung der Finanzentwicklung durch die DKG erfolgen.