Die positive Finanzentwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherung setzt sich demnach auch im 1. Quartal 2013 weiterhin fort. Die Reserven sind um rund 850 Mio. angestiegen und belaufen sich inzwischen auf 16,4 Mrd. €. Die Liquiditätsreserven des Gesundheitsfonds sind aufgrund des saisonbedingten Defizits und der Kürzung des Bundeszuschusses leicht zurückgegangen und belaufen sich nun auf 11,3 Mrd. €. Trotz dieser Kürzungen und dem Wegfall der Praxisgebühr haben Krankenkassen und Gesundheitsfonds insgesamt Rücklagen in Höhe von 27,7 Mrd. €.

Die Ausgaben der GKV sind im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 4,3 % gestiegen, die gesamten Leistungsausgaben um 4,4 % je Versicherten. Der im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 % höhere Anstieg ist nach Einschätzung des BMG im Wesentlichen auf den Wegfall der Praxisgebühr zurückzuführen. Die Ausgabenentwicklung sei auch nach dem Wegfall der auf 2011 und 2012 limitierten Kürzungsmaßnahmen des GKV-Finanzierungsgesetzes moderat.

Der Ausgabenzuwachs für die Krankenhausbehandlung betrug im gleichen Zeitraum 2,3 % und liegt damit deutlich unter den durchschnittlichen Leistungsausgabenzuwächsen der gesetzlichen Krankenkassen. Die GKV-Krankenhausausgaben sind im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres lediglich um 0,4 Mrd. € angestiegen. Der vom GKV-Schätzerkreis für 2013 erwartete Anstieg der Krankenhausausgaben um 4,6 % (ohne Berücksichtigung der geplanten Finanzhilfen) war wiederholt deutlich zu hoch angesetzt.

Aus Sicht des BMG zeigt die moderate Ausgabenentwicklung im Krankenhausbereich zudem, dass die geplanten Finanzhilfen für die Krankenhäuser zielführend und finanziell vertretbar sind.

Die aktuellen Finanzergebnisse bestätigen erneut den langfristigen Trend, dass die GKV-Krankenhausausgaben nicht stärker - und in diesem Zeitraum sogar deutlich geringer - ansteigen als die gesamten GKV-Leistungsausgaben.