-    die Deutschen Krankenhausgesellschaft dazu auf, in ihrer „Beratungs- und Formulierungshilfe - Chefarztvertrag“ zukünftig bei der Festlegung von möglichen Zielgrößen für Bonusvereinbarungen auf ökonomische zugunsten qualitätsorientierter Ziele zu verzichten und Beispiele für medizinisch-qualitative Kriterien zu entwickeln (Beschluss Nr. 2).

-    den Gesetzgeber dazu auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Personalentwicklungskosten zukünftig zusätzlich vergütet werden, z. B. über DRGs (Beschluss Nr. 3).

-    die Arbeitgeber von Caritas und Diakonie dazu auf, gemeinsam ein System zur kollektivrechtlichen Regelung der Arbeitsbedingung zu entwickeln. Der Marburger Bund beansprucht auch gegenüber den Arbeitgebern von Caritas und Diakonie das Grundrecht als Gewerkschaft, Arbeitsbedingungen nicht nur durch Tarifverträge zu regeln, sondern diese im Wege eines fairen Ausgleiches gegebenenfalls auch gegen den Willen des Arbeitgebers kampfweise durchzusetzen (Streikrecht) (Beschluss Nr. 4).

-    die Klinikträger dazu auf, ein transparentes und manipulationsfreies Arbeitszeiterfassungssystem in allen Abteilungen zu implementieren (Beschluss Nr. 6).

-    die Landesregierungen dazu auf, nachhaltig dafür Sorge zu tragen, dass die Universitätsmedizin ihren besonderen Aufgaben entsprechend angemessen finanziert wird. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Krankenhausfinanzierung soll die spezifische Situation der Universitätsmedizin Berücksichtigung finden (Beschluss Nr. 7).

-    die Bundesregierung und den Bundesrat dazu auf, die Deckelung der Aufwandsentschädigung im Praktischen Jahr aufzuheben und zeitgleich Aufforderung der Universitätsklinika und akademischen Lehrkrankenhäuser flächendeckend eine angemessene Aufwandsentschädigung für das Praktische Jahr bereit zu stellen (Beschlüsse Nr. 20 und 21).

Des Weiteren nimmt der Marburger Bund Stellung zu dem „Positionspapier der KBV zur Modernisierung der Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten“. Dabei wird sich insbesondere gegen jegliche Form von ambulanten Pflichtabschnitten während des Praktischen Jahres und gegen eine Pflichtweiterbildungszeit im ambulanten Sektor ausgesprochen (Beschluss Nr. 10).

Die vollständigen Beschlüsse, einschließlich der jeweiligen Begründung, sind der Anlage zu entnehmen.