Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat am 07. März 2013 die vorläufigen Finanzergebnisse für das 1. bis 4. Quartal 2012 der gesetzlichen Krankenkassen veröffentlicht (Anlage). Die Reserven der gesetzlichen Krankenkassen sind demnach um 5,07 Mrd. € angestiegen und belaufen sich zum Jahresende auf 15,2 Mrd. €. Der Gesundheitsfonds weist einen Jahresüberschuss für 2012 von 3,55 Mrd. € auf. Aktuell verfügt der Gesundheitsfonds damit über Liquiditätsreserven von 13,1 Mrd. €.

Die Finanzreserven von Gesundheitsfonds und Krankenkassen sind demnach zum Ende des Jahres 2012 auf insgesamt 28,3 Mrd. € angewachsen.

Die gesamten Leistungsausgaben sind in 2012 um 2,7 % gestiegen. Die Verwaltungskosten aufgrund eines Sondereffektes um 2,6 %.

Der Ausgabenzuwachs für die Krankenhausbehandlung betrug in 2012 2,7 % und entspricht damit den durchschnittlichen Leistungsausgabenzuwächsen der gesetzlichen Krankenkassen. Die GKV-Krankenhausausgaben sind somit lediglich um 1,64 Mrd. € angestiegen. Der vom BMG am 5. Dezember 2012 anlässlich der Veröffentlichung der GKV-Finanzergebnisse 1. bis 3. Quartal 2012 prognostizierte Anstieg der Ausgaben für die Krankenhausbehandlungen von bis zu 2,5 Mrd. € bis Ende 2012 ist demnach bei weitem nicht eingetreten. Auch der vom GKV-Schätzerkreis für 2012 erwartete Anstieg der Krankenhausausgaben um 3,7 % war deutlich zu hoch angesetzt.

Erneut bestätigt hat sich zudem der langfristige Trend, dass die GKV-Krankenhausausgaben nicht stärker ansteigen als die gesamten GKV-Leistungsausgaben.

Die DKG hat mit einer Pressemitteilung auf die Veröffentlichung reagiert.