Der internationale Vergleich zeigt dabei insbesondere, dass die Kliniken hierzulande keineswegs besonders teuer sind. Die überdurchschnittlichen Gesundheitsausgaben Deutschlands sind vor allem auf die hohen Kosten anderer Leistungsbereiche, nicht aber auf den angeblichen "Kostentreiber" Krankenhausbereich zurückzuführen. Der Blick über die Grenzen weist zudem nach, dass Länder mit Krankenversicherungs-systemen im stationären Sektor auf staatliche Planungshoheit setzen. Krankenkassen kommt in keinem der untersuchten Länder die Planungskompetenz zu. Das hat einen guten Grund: Liegt die Verantwortung für Planung und Finanzierung in einer Hand, besteht die Gefahr, dass aus Kostengründen weniger Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden als der Bedarf erfordern würde. Es ist auch keineswegs so, dass im inter-nationalen Vergleich die Monistik dominiert. Es gibt vielmehr in den meisten Ländern separate Budgets für die Investitions- und die laufenden Kosten. Das gilt auch für Länder, die Fallpauschalen zur Vergütung nutzen. Beim neuen Vergütungssystem empfiehlt sich ebenfalls ein Blick in andere Länder: Nirgendwo werden DRG-Fallpauschalen zur Finanzierung sämtlicher Krankenhaus-leistungen herangezogen; es gibt immer auch davon ausgenommene Leistungsbereiche. Das zeigt: Die Berücksichtigung der Erfahrungen anderer Länder bei der Entwicklung von Reformkonzepten wäre den Akteuren der deutschen Gesundheitspolitik durchaus anzuraten. Die Studie "Die Krankenhausversorgung im internationalen Vergleich - Zahlen, Fakten, Trends" ist bei der Deutschen Krankenhaus Verlagsgesellschaft erschienen. Sie ist dort zum Preis von 8,50 € erhältlich. Ein Bestellformular ist diesem Schreiben beigefügt.