Mit einer absoluten Bruttowertschöpfung von rund 279 Milliarden Euro sowie einem Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung von 11,1 Prozent sei im Jahr 2014 rund jeder neunte Euro in der Gesundheitsbranche erwirtschaftet worden. Während die Wachstumsentwicklung der industriellen Gesundheitswirtschaft in den Jahren 2001 bis 2014 mit durchschnittlich 4,1 Prozent zwar hoch, aber konjunkturabhängig und volatil gewesen sei, hätte die dienstleistungsorientierte Gesundheitswirtschaft des Kernbereichs (also auch Krankenhausleistungen) stabile Wachstumsraten von jährlich 3,3 Prozent aufgewiesen. Von Letzterer ginge daher das Gros der stabilisierenden Wirkung aus.

Der direkten Bruttowertschöpfung der dienstleistungsorientierten Gesundheitswirtschaft von 151,4 Milliarden Euro im Jahr 2010 stünden 49,6 Milliarden Euro an indirekten Wertschöpfungseffekten gegenüber, die durch den Vorleistungsbezug des Branchensegments entstünden. Hinzu kämen weitere 63,3 Milliarden Euro an induzierter Bruttowertschöpfung, die aus Konsumeffekten durch die Wiederverausgabung von Einkommen resultierten. Insgesamt ließen sich somit 264,3 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung auf die Geschäftstätigkeit der dienstleistungsorientierten Gesundheitswirtschaft zurückführen. 1 Euro Bruttowertschöpfung in der dienstleistungsorientierten Gesundheitswirtschaft generiere somit direkt, indirekt und induziert 1,75 Euro an Bruttowertschöpfung.

Im Jahr 2014 seien mit rund 6,2 Millionen Menschen (jeder siebte Arbeitsplatz) rund 1,3 Millionen mehr Menschen in der Gesundheitswirtschaft als im Jahr 2000 tätig gewesen. Das durchschnittliche jährliche Wachstum der Erwerbstätigenzahlen in der Gesundheitswirtschaft mit rund 1,8 Prozent im Vergleich zur Gesamtwirtschaft mit rund 0,5 Prozent unterstreiche die Bedeutung der Branche als Beschäftigungs- und Wachstumsmotor, auch in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise. Für das Jahr 2010 sei den Forschern zufolge mit direkten, indirekten und induzierten Effekten für jeden Arbeitsplatz in der dienstleistungsorientieren Gesundheitswirtschaft ein Erwerbstätigkeitsmultiplikator von 1,56 erreicht worden.

Der Ergebnisbericht der Studie wird in Kürze verfügbar sein.

Eine vom Bundeswirtschaftsministerium herausgegebene Broschüre „Gesundheitswirtschaft“ finden Sie hier.

http://www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=579606.html