Als Folge erhielten die Krankenhäuser einen ausländischen Scheck über einen, den Voranschlag deutlich überschreitenden Geldbetrag zugeschickt und nach Einreichen bei der Bank vorläufig gutgeschrieben. Zu einer Behandlung der jeweiligen Patienten sei es in keinem Fall gekommen, oft mit dem Hinweis, dass der Patient mittlerweile verstorben sei. Stattdessen bitten die ausländischen Stellen um Rücküberweisung des Geldbetrags und offerierten den Krankenhäusern einen Teil des per Scheck geschickten Geldbetrags zu behalten – dies als Kompensation für mögliche Aufwände. Nachdem die Kliniken die erheblichen Summen ins Ausland „rücküberwiesen“ hätten, stellten sich die eingelösten Schecks als ungedeckt heraus oder werden vom Aussteller zurückgebucht. Die von der Klinik veranlasste Überweisung wurde vom Täter bereits abgehoben, eine Rückbuchung ist nicht mehr möglich.

Das Landeskriminalamt Bayern gibt folgende Hinweise zur Vorbeugung eines Schadens:

- Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen zur Bezahlung ein Scheck übersandt wird. Schecks sind im heutigen Zahlungsverkehr nicht mehr üblich. Auch vom Ausland aus ist eine Überweisung auf jedes inländische Konto möglich.

- Sprechen Sie mit Ihrer Bank, wann ein Geldbetrag auf Ihrem Konto endgültig gutgeschrieben wird und eine Rückbuchung nicht mehr möglich ist.

- Wenn Sie überzahlte Schecks erhalten, veranlassen Sie auf keinen Fall eine Rücküberweisung.