Durch das Programm sollen Maßnahmen und Projekte in folgenden Schwerpunkten gefördert werden:

  • Querschnittsthemen: Gesundheitsverträglichkeitsprüfungen, Gesundheit in den Beitrittsländern, Abbau von Ungleichheiten im Gesundheitsbereich, Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten bei den Auswirkungen der Patientenmobilität auf das Gesundheitswesen, Förderung vorbildlicher Verfahren und der Effektivität, Altern.

  • Gesundheitsinformationen: Entwicklung und Koordinierung des EU-weiten Gesundheitsinformationssystems, Betrieb des Gesundheitsüberwachungssystems, Mechanismen für die Berichterstattung über und Analysen von Gesundheitsfragen sowie Erstellung von Gesundheitsberichten, Verbesserung von Datenzugriff und -übertragung auf EU-Ebene, Förderung von e-Health.

  • Gesundheitsgefahren: Überwachung, Frühwarnung und Reaktion bei Gesundheitsgefahren, Gesundheitssicherheit und Katastrophenschutz, Sicherheit von Blut, Geweben und Organen, Antibiotikaresistenz, Förderung der Laborvernetzung, Kompetenzaufbau, Bekämpfung seltener Krankheiten.

  • Gesundheitsfaktoren: Adipositas, Tabak, Umwelt, Alkohol, Drogen, seelische Gesundheit, Sexualgesundheit, Aus- und Weiterbildung, Gesundheitsförderung in bestimmten Umfeldern, Verletzungen.

 

Genauere Informationen über die einzelnen Programmschwerpunkte finden Sie im Arbeitsplan 2003. Der Arbeitsplan ist auch über das Internet erhältlich (http://europa.eu.int/comm/health/ph_programme/documents/WP2003/WP_2003_de.pdf).

 

Die finanzielle Förderung von Projekten durch die Kommission beträgt höchstens 80% der Gesamtkosten. Förderfähig sind z.B. Personalkosten, Reisekosten, Kosten für bestimmte Finanzdienstleistungen und Kosten für die Verbreitung von Informationen. Nicht förderfähig sind Kosten für eingesetztes Kapital, Rückstellungen allgemeiner Art, Zinsaufwendungen oder Sachleistungen. Für 2003 stehen insgesamt bis zu 50,912 Mio. € zur Verfügung.

 

Bei der Umsetzung des Programmes bevorzugt die Kommission Projekte,

  • die einen zusätzlichen Nutzen auf europäischer Ebene erbringen (z.B. einen Beitrag zur Vergleichbarkeit der Daten und Methoden zwischen den Mitgliedstaaten leisten oder eine fachliche Grundlage für die Festlegung neuer Verfahrensweisen legen),

  • die in großem Maßstab (hinsichtlich des Inhalts und des geografischen Abdeckungsbereichs) sowie mehrjährig und multidisziplinär angelegt sind. Vorrang wird Projekten gegeben, die eine möglichst große Zahl von Mitgliedsstaaten, Beitrittsländern und EFTA/EWR-Ländern einbeziehen,

  • die zu nachhaltigen Ergebnissen führen,

  • die die Politikentwicklung auf Gemeinschaftsebene im Bereich der öffentlichen Gesundheit fördern und

  • die der Evaluierung von Prozess und Ergebnissen angemessene Aufmerksamkeit widmen.

 

Die Vorschläge sind bis zum 16.05.2003 an folgende Adresse zu senden: Europäische Kommission, Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz, Direktion G - Öffentliche Gesundheit, Finanzstelle, EUFO 4295, Batiment Jean Monnet, Rue Alcide de Gasperi, L-2920 Luxemburg. Ein Förderantrag ist über das Internet erhältlich (http://europa.eu.int/comm/health/ph_programme/documents/Form/application_form_DE.doc).