Niederlande bringen AMR-Diskussion voran

Auf Einladung der niederländischen EU-Ratspräsidentschaft diskutierten die Agrar- und Gesundheitsminister der Mitgliedstaaten gemeinsame Schritte zur Bekämpfung von Antimikrobiellen Resistenzen. Die Europäische Kommission stellte auf der Konferenz in Amsterdam auch erste Untersuchungsergebnisse zur Umsetzung der bereits im Jahr 2011 verabschiedeten Antibiotika-Resistenz-Strategie vor. Die niederländische Regierung möchte mit der verbesserten Koordinierung von Landwirtschafts- und Gesundheitspolitik den Verbrauch von Antibiotika absenken und zur Vermeidung von Resistenzen beitragen. Sie setzt damit eine ihrer gesundheitspolitischen Prioritäten ihrer EU-Ratspräsidentschaft um.

Weitere Information zur Veranstaltung finden Sie hier:

http://english.eu2016.nl/latest/events/2016/02/10/ministerial-conference-on-amr

TTIP-Dokumente im Bundeswirtschaftsministerium

Das Freihandelsabkommen TTIP – Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft wird zurzeit in der zwölften Runde zwischen Repräsentanten der EU und den USA verhandelt. Erstmals soll bei den in Brüssel stattfindenden Gesprächen auch die mögliche Vorgehensweise zum umstrittenen Investorenschutz erörtert werden. Der Stand der Diskussion wurde bisher geheim gehalten, was allgemein stark kritisiert wurde. Im Bundeswirtschaftsministerium wurde daher ein Leseraum eingerichtet, in dem Mitglieder des Bundestags die bereits verhandelten und konsolidierten Abkommenstexte nachvollziehen können.

Die Beratungen sollen nach Wunsch von EU und Bundesregierung noch im Jahr 2016 abgeschlossen werden. Bundesrat und Bundestag müssen der Vereinbarung abschließend zustimmen.

Die Pressemitteilung des Ministeriums ist beigefügt (Anlage).

Europäische Referenznetzwerke auf der Zielgeraden

Für März 2016 wird die Ausschreibung der Europäischen Kommission zur Gründung der ERN – Europäischen Referenznetzwerken für seltene Erkrankungen erwartet. Krankenhäuser können sich bewerben, wenn sie die Unterstützung der Landesregierung hierfür erhalten und die eingehende Überprüfung der Erfüllung der Teilnahmekriterien erfolgreich bestanden haben. Erste Netzwerke sollen zum Ende des Jahres ihre Zusammenarbeit bei der Erforschung seltener Erkrankungen und bei der Behandlung von Patienten aufnehmen. Sie müssen zuvor von einem Zulassungsgremium der Mitgliedstaaten („Board of Member States“) bestätigt werden. Dieses Gremium hat ein Strategiepapier (s. Link) veröffentlicht, mit dem Empfehlungen zur inhaltlichen und organisatorischen Ausrichtung für erfolgreiche Netzwerk-Anträge gegeben werden:

http://ec.europa.eu/health/ern/docs/ern_board_implementationstrategy_en.pdf

Die Europäische Kommission ist bemüht, Finanzierungsressourcen für die Zusammenarbeit in den ERN zur Verfügung zu stellen. Im dem EU-Förderprogramm „CEF – Connecting Europe Facilities“ wurde der Jahresplan 2015 überarbeitet und bietet nun Gelegenheit, Förderanträge für den Aufbau ERN-interner IKT-Infrastruktur zu stellen. Eine weitere Ausschreibung hierfür wird für das Jahr 2016 erwartet.

Über die aktuellen Antragsmöglichkeiten können Sie sich hier informieren:

https://ec.europa.eu/inea/en/connecting-europe-facility/cef-telecom/apply-funding/2015-cef-telecom-call-ehealth-2015-cef-tc-2015

European Medical Corps gegründet

In Reaktion auf die Erfahrungen mit der Ebola-Krise in Afrika hat die Europäische Kommission ein „EMC - European Medical Corps“ gegründet, welches als Teil der Krisenreaktionskräfte der EU für die Gesundheitsversorgung bei Notfällen im EU In- und Ausland eingesetzt werden soll. Für das EMC können EU-Mitgliedstaaten Fachkräfte und Ausrüstung auf freiwilliger Basis zur Verfügung stellen. Neben zurzeit acht weiteren EU-Staaten beteiligt sich Deutschland durch das in Hamburg ansässige Bernhard-Nocht-Institut. Eine Pressemitteilung der Europäischen Kommission zur Gründung des EMC können Sie hier nachvollziehen:

http://ec.europa.eu/echo/news/eu-launches-new-european-medical-corps-respond-faster-emergencies_en

Die Einsetzung des EMC ist auch Konsequenz eines bereits im Jahr 2013 gefassten Beschlusses, nach welchem Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung grenzüberschreitender Gesundheitsgefahren eng zusammenarbeiten sollen. Ein mittlerweile veröffentlichter Bericht über die Umsetzung des Beschlusses bescheinigt im Wesentlichen eine erfolgreiche Kooperation.

Den Bericht der Europäischen Kommission finden Sie hier:

http://ec.europa.eu/health/preparedness_response/docs/report_decision_serious_crossborder_threats_22102013_de.pdf

HOPE-Jubiliäumskongress in Rom

Der europäische Krankenhausverband HOPE – European Hospital and Healthcare Federation wurde unter Mitwirkung der DKG 1966 gegründet und begeht in diesem Jahr das 50jährige Bestehen mit einer Jubiläumskonferenz in Rom. Der Verband ist an Mitgliedern und Aufgaben stetig gewachsen und vertritt heute rund 15.000 Krankenhäuser aus 28 EU-Mitgliedstaaten, dem EU-Beitrittskandidaten Serbien sowie der Schweiz. Auf der Konferenz am 07./08. Juni 2016 wird der Blick allerdings nach vorne gerichtet: mit Beteiligung zahlreicher Repräsentanten von europäischen Gesundheitsverbänden wird die Zukunft der Krankenhäuser diskutiert.

Die Konferenzwebsite mit der Möglichkeit der Anmeldung finden Sie hier:

http://www.hope-agora.eu/?page_id=5016

IHF lädt zum Weltkrankenhauskongress nach Durban

Der internationale Krankenhausverband IHF – International Hospital Federation lädt zur 40. Auflage des „Weltkrankenhauskongresses“ für die Zeit vom 1. bis 3. November dieses Jahres nach Durban, Südafrika ein. Der Kongress, den die IHF erstmalig in ihrer Geschichte auf den afrikanischen Kontinent veranstaltet, widmet sich dem Thema „Adressing the Challenge of Patient-centered Care and Safety“.

Ausführliche Information zum Kongress finden Sie hier:

http://www.worldhospitalcongress.org/en/