Arbeitsprogramm 2016/2017 für das Fördermittelprogramm Horizon 2020

Die Verteilmechanismen für die insgesamt rund 930 Millionen Euro (2016: 500 Millionen Euro; 2017: 430 Millionen Euro) für den Bereich Gesundheit im EU-Generalstrategieprogramm „Horizon 2020“ wurden mit dem Arbeitsprogramm „Health, Demographic Chance and Well-being“ veröffentlicht. Forschungs- und Förderschwerpunkte sind zahlreich, darunter beispielsweise „personalisierte Medizin“, seltene Erkrankungen, mentale Gesundheit, „mobile health“ und „e-health“, antimikrobielle Resistenzen, Datensicherheit und „big data“.

Das Arbeitsprogramm für den Bereich Gesundheit für die Jahre 2016 und 2017 können Sie hier nachlesen:

http://ec.europa.eu/research/participants/data/ref/h2020/wp/2016_2017/main/h2020-wp1617-health_en.pdf

Eine Website mit umfassender Information zum Fördermittelprogramm „Horizon 2020“ finden Sie hier:

http://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/en/h2020-section/health-demographic-change-and-wellbeing

Studie zur Mobilität von Gesundheitsfachkräften

Der „EU Observatory on health systems and policies“ – ein gemeinsamer Think Tank der WHO Europaregion, der Europäischen Kommission sowie von verschiedenen EU-Mitgliedstaaten und wissenschaftlichen Instituten – hat eine Studie zur Auswirkung von Fachkräftemobilität auf die Gesundheitswesen der EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz veröffentlicht.

Die Autoren des Dokuments beleuchten Ursachen und Dynamik der Wanderbewegungen der Gesundheitsfachkräfte und deren Wirkung auf Qualität, Effizienz der Versorgung und auf die Arbeitsmärkte für Fachkräfte in Herkunfts- und Zielländern. Zugleich werden politische Handlungsoptionen zur Steuerung der Fachkräftemobilität, für eine nachhaltige Gestaltung des Fachkräftemarktes und zur systematischen Analyse der Konsequenzen der Wanderungsbewegungen an die Hand gegeben.

Die Studie des EU Observatory können Sie hier nachlesen:

http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0008/287666/OBS_PB18_How-can-countries-address-the-efficiency-and-equity-implications-of-health-professional-mobility-in-Europe.pdf?ua=1

Bericht über Verwendung von Strukturfondsmitteln für Gesundheit

Mit Mitteln aus dem Aktionsprogramm Gesundheit finanziert wurde ein Projekt, welches die Verwendung von EU-Strukturfondsmitteln für den Bereich Gesundheit untersucht hat. Die Ergebnisse wurden nun von der Europäischen Kommission veröffentlicht.

Danach wurden in der Förderperiode 2007-2013 für den Bereich Gesundheit insgesamt 5,2 Milliarden Euro für Projekte verwendet. Mit rund 1,3 Milliarden Euro Fördersumme hat das ungarische Gesundheitswesen am meisten von dem Programm profitiert. Weitere größere Empfängerstaaten sind Polen, Griechenland, Tschechien, Portugal, Spanien, Slowakei, die baltischen Staaten sowie Italien. Unterstützt wurden unter anderem Projekte zum Aufbau und Modernisierung von Infrastruktur, in Ausbildungsmaßnahmen, zur Förderung von E-Health und zur Arbeitsplatzsicherheit sowie zur Stärkung des Gesundheitstourismus.

Für die laufende Förderperiode 2014-2020 sind insgesamt rund 4,8 Milliarden Euro Fördersumme für den Bereich Gesundheit vorgesehen, der auch dieses Mal als Priorität eingestuft wird. Förderschwerpunkte sollen dabei in den Bereichen Effizienzsteigerung, Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung sowie der Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme liegen.

Die Untersuchung der operationellen Programme der Bundesländer für die aktuelle Förderperiode ergibt für Deutschland, dass die Mittel der Strukturförderung so gut wie nicht für Gesundheit eingesetzt werden. Lediglich im Freistaat Sachen werden rund 30 Millionen Euro für Investitionen, beispielsweise in IT-Infrastruktur, eingesetzt. In Niedersachsen werden rund 6,5 Millionen Euro in ein Projekt zur Verbesserung des Zugangs zu qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung investiert.

Den Bericht der Europäischen Kommission finden Sie hier:

http://www.esifforhealth.eu/Mapping_report.htm

3. Auflage der „Joint European Hospital Conference“ in Düsseldorf

Rund 150 Teilnehmer sind der Einladung zu dritten „Joint European Hospital Conference“ im Rahmen des „Deutschen Krankenhaustages“ am Rande der Medizinproduktemesse MEDICA in Düsseldorf gefolgt. Zahlreiche hochkarätige Referenten, beispielsweise aus dem Kabinett von EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis, sowie aus den einladenden Verbänden HOPE (Krankenhausträger), EAHM (Krankenhausdirektoren) und AEMH (Krankenhausärzte) stellten ihre Perspektiven zum Thema „Patientenzentrierte Krankenhausversorgung in der Praxis und in der Zukunft“ sowie zahlreiche herausragende Beispiele aus EU-Mitgliedstaaten vor. Neben der Möglichkeit zur Diskussion ergab sich für die Teilnehmer auch Gelegenheit für angeregtes Netzwerken.

DKG plant weitere Konferenz zu Referenznetzwerken im Januar in Berlin

Die Vorbereitungen der Europäischen Kommission für das Bewerbungs- und Zulassungsverfahren für ERN - Europäische Referenznetzwerke stehen unmittelbar vor dem Abschluss. Bereits im Februar 2016 sollen die Ausschreibungen erfolgen, so dass Krankenhäuser sich ab diesem Zeitpunkt um eine Mitgliedschaft in einem ERN bewerben können.

Nachdem die DKG bereits im Juli dieses Jahres interessierte Kliniken über den Stand der Vorbereitungen im Rahmen eines Workshop informiert hatte, soll nun im Januar 2016 der letzte Stand der Vorbereitungen erörtert werden und Kliniken weitere Hinweise zum Bewerbungsverfahren erhalten.

Nach der EU-Patientenrechte-Richtlinie sollen die Mitgliedstaaten eng bei der Erforschung und Behandlung seltener Erkrankungen zusammenarbeiten und dafür die Gründung von europaweiten Referenznetzwerken unterstützen.

Über Ergebnisse der Veranstaltung werden wir gesondert informieren.