Bundeskanzlerin Merkel spricht vor WHO-Generalversammlung

Es war das erste Mal, dass eine deutsche Regierungschefin vor der Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation WHO – World Health Organisation eine Rede hielt: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die mehr als 3000 Delegierten aus den 194 WHO-Mitgliedstaaten in ihrer Ansprache aufgefordert, dem Menschenrecht auf Gesundheit durch Schaffung von nachhaltigen Gesundheitssystemen Geltung zu verschaffen. Deutschland werde diese Anstrengungen mit 200 Millionen Euro fördern. Gleichzeitig mahnte sie Strukturreformen bei der Weltgesundheitsorganisation sowie eine stärkere Kooperation mit anderen internationalen Organisationen wie beispielsweise der Weltbank bei der Bekämpfung von Pandemien an.

In Vorbereitung des G 7-Gipfels erläuterte Bundeskanzlerin Angela Merkel die gesundheitspolitischen Schwerpunkte der deutschen Präsidentschaft: Bekämpfung von Ebola, Kampf gegen Antibiotikaresistenzen sowie gegen vergessene und armutsassoziierte Tropenkrankheiten.

Den Wortlaut der Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel können Sie hier nachlesen.

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2015/05/2015-05-18-merkel-who.html

Gesundheitspolitische Prioritäten der deutschen G7-Präsidentschaft

Unter Vorsitz der Bundeskanzlerin Angela Merkel haben sich die Staats- und Regierungschefs der G 7-Staaten sowie EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk im bayerischen Schloss Elmau getroffen. Bei dem Schwerpunktthema Gesundheit verpflichteten sich die Teilnehmer zur Ergreifung von Maßnahmen zum Kampf gegen Ebola und vergessenen und armutsassoziierten Tropenkrankheiten sowie zu Maßnahmen gegen Antibiotika-Resistenzen.

Den Wortlaut der Pressekonferenz der deutschen G7-Präsidentschaft finden Sie hier.

https://www.g7germany.de/Content/DE/Mitschrift/Pressekonferenzen/2015/06/2015-06-08-pk-merkel-g7.html 

Das Kommuniqué des Gipfels können Sie hier nachlesen.

https://www.g7germany.de/Content/DE/_Anlagen/G8_G20/2015-06-08-g7-abschluss-deu.pdf?__blob=publicationFile&v=4

Justizminister der EU verständigen sich bei Datenschutz

Nach rund 3jähriger Verhandlung haben sich die EU-Justizminister unter lettischer Präsidentschaft auf einen Kompromisstext zur Datenschutzgrundverordnung verständigen können. Auf dieser Grundlage kann nun die Suche nach einem gemeinsamen Verständnis mit dem Europäischen Parlament beginnen.

Die unmittelbar in den Mitgliedstaaten geltende Verordnung regelt, wie größtmöglicher Datenschutz erreicht werden soll. So wird beispielsweise die Übermittlung von Gesundheitsdaten an Auflagen geknüpft.

Den von den Justizministern abgestimmten Text finden Sie in deutscher Sprache hier.

http://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-9565-2015-INIT/de/pdf 

(Falls der Link nicht funktioniert, kopieren Sie bitte die Internetadresse (URL) in die Adresszeile Ihres Browsers.)

 

EU: kein Anstieg der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung!

In einem im Mai veröffentlichten Bericht kommt die Europäische Kommission nach einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen im EU-Ausland seit dem Jahr 2007 nicht zugenommen habe. Sie verharre seitdem bei rund 5 %, von denen die überwiegende Zahl ungeplante Behandlungen erfassten. Auch die Zahl derjenigen die grundsätzlich bereit seien um sich geplant im Ausland behandeln zu lassen stagnierte bei rund 50 % im EU-Durchschnitt. Deutsche hingegen seien nur zu 11 % zu einer geplanten Auslandsbehandlung bereit.

Die Bereitschaft zur Mobilität der Patienten stiege mit der Schwere der Krankheit und nehme mit steigender Zufriedenheit mit der im eigenen Staat angebotenen Gesundheitsversorgung ab. Ein Informationsdefizit über die mit dem EU-Recht eingeräumten Wahlfreiheiten und Kostenerstattungsmechanismen bestehe hingegen nicht, so der Bericht abschließend.

Den Bericht finden Sie in deutscher Sprache hier.

http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/ebs/ebs_425_sum_de.pdf

Europäisches Semester: Deutschland muss mehr investieren

Die Europäische Kommission hat die Entwürfe der so genannten „länderspezifischen Empfehlungen“ für den diesjährigen Durchlauf des „Europäischen Semesters“ vorgelegt. Die Empfehlungen an Deutschland, die noch von den Staats- und Regierungschefs der EU abgestimmt werden müssen, enthalten die Aufforderung, mehr in Infrastruktur zu investieren. Darüber hinaus soll Deutschland die Reglementierung der freien Berufe kritisch überarbeiten und damit den Dienstleistungssektor beleben.

Bei der rückblickenden Bewertung der Umsetzung der Empfehlungen aus dem vergangenen Jahr werden Deutschland zwar einige Fortschritte bei der Verbesserung der Kosteneffizienz im Gesundheitswesen attestiert. Gleichzeitig gehörten die Gesundheitsausgaben noch immer zu den höchsten in der EU. Dies wird in dem Bericht mit Blick auf den nur EU-durchschnittlichen Gesundheitszustand der deutschen Bevölkerung kritisiert.

Eine Website mit Erläuterungen zum „Europäischen Semester“ sowie mit Dokumenten zu allen EU-Staaten finden Sie hier.

http://ec.europa.eu/europe2020/making-it-happen/country-specific-recommendations/index_en.htm 

Die länderspezifische Empfehlung für Deutschland finden Sie hier.

http://ec.europa.eu/europe2020/pdf/csr2015/csr2015_germany_de.pdf

Online-Hilfe für Investitionen in Gesundheits-Infrastruktur

Im Auftrag der Europäischen Kommission und im Rahmen eines EU-geförderten Projekts hat die Unternehmensberatung EY eine Internet-Plattform eingerichtet, die zu einer besseren Nutzung von EU-Struktur- und Investitionsfonds beitragen soll. Mit Hilfe dieses online-Führers soll es Regierungen, Behörden und Verbänden erleichtert werden, die bereits erfolgte Priorisierung des Bereichs Gesundheit in den bisherigen Förderprogrammen effektiv zu nutzen.

Eine Pressemitteilung der Europäischen Kommission finden Sie hier.

http://ec.europa.eu/dgs/health_food-safety/dyna/enews/enews.cfm?al_id=1592 

Die Internet-Plattform finden Sie hier.

http://www.esifforhealth.eu/Guide.htm 

Europaweite Organspende-Aktion in Madrid gestartet

Mit Beteiligung von 23 EU-Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission, der Weltgesundheitsorganisation und des Europarats fand in Madrid die Auftaktveranstaltung für die Joint-Action „ACCORD - Achieving Comprehensive Coordination in Organ Donation throughout the European Union“ statt. Sie ist der Startschuss für eine von Mai bis November 2015 dauernde Kampagne der beteiligten Staaten und Organisationen. Mit zahlreichen Veranstaltungen und Initiativen sollen drei Ziele erreicht werden: verbesserter Schutz von Lebendspendern durch verbesserte Information und Standards, Förderung der Organspende durch verstärke Kooperation zwischen Fachärzten und Transplantationsbeauftragen sowie Verstärkung des grenzüberschreitenden Erfahrungsaustauschs.

Eine Pressemitteilung der Europäischen Kommission sowie die Website der „Joint Action“ finden Sie hier.

http://ec.europa.eu/dgs/health_food-safety/dyna/enews/enews.cfm?al_id=1595 

EU-Expertenbericht zu mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen

Im Auftrag der Europäischen Kommission und nach Durchführung einer öffentlichen Konsultation hat ein „Expertengremium zu effektiven Gesundheitsinvestitionen“ einen abschließenden Bericht vorgelegt, mit welchen politischen Maßnahmen der Wettbewerb zwischen Leistungserbringern im Gesundheitswesen verstärkt werden und welche Rolle die Europäische Union dabei wahrnehmen kann.

Die Wissenschaftler kommen zu dem vorhersehbaren Ergebnis, dass Wettbewerb in den unterschiedlichen Gesundheitswesen unterschiedlich ausgeprägt ist und die Einführung oder die Verstärkung desselben kein Allheilmittel zur allgemeinen Verbesserung der Gesundheitsversorgung darstelle.

Den Bericht des „Expertengremiums“ finden Sie hier.

http://ec.europa.eu/health/expert_panel/opinions/docs/008_competition_healthcare_providers_en.pdf

HOPE-Austauschprogramm – Abschlusskonferenz in Warschau

Die diesjährige Auflage des HOPE-Austauschprogramms hat mit einer Konferenz in Warschau seinen Abschluss gefunden. Die rund 160 Teilnehmer des Programms aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten diskutierten Beobachtungen, die sie während der vierwöchigen Austauschphase in den Gastländern und –krankenhäusern gesammelt hatten und präsentierten ihre Ideen und Lösungsvorschläge unter dem Motto „Hospitals 2020: hospitals of the future, healthcare of the future“.

Die Konferenz fand in diesem Jahr am 01./02. Juni 2015 in Warschau statt und wurde vom polnischen Krankenhausverband PFS – Polska Federacja Szpitali ausgerichtet.

Eine Konferenzwebsite finden Sie hier.

http://www.hope-agora.eu/

Die Abschlusskonferenz des kommenden Jahres wird anlässlich des 50jährigen Bestehens von HOPE am 6./8. Juni 2016 in Rom ausgerichtet. Wir dürfen Sie bereits jetzt schon bitten, sich dieses Datum vorzumerken.

Europäische Referenznetzwerke – Berlin und Lissabon informieren

Die Vorbereitungen für die ERN – Europäischen Referenznetzwerke, grenzüberschreitende Zusammenschlüsse von Kliniken zur gemeinsamen Erforschung und Behandlung von seltenen Erkrankungen, befinden sich in der finalen Phase. EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis beabsichtigt, zum Ende des Jahres einen Aufruf („call“) zur Einreichung von Interessenbekundungen veröffentlichen zu können.

Die Teilnahmebedingungen für Krankenhäuser sind komplex. Da beispielsweise Anträge nur als Konsortium von mindestens 10 Kliniken aus mindestens 8 EU-Mitgliedstaaten eingereicht werden können, wird für die Vorbereitung auf den „call“ einige Zeit benötigt. Die DKG plant daher die Durchführung einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 16. Juli in Berlin (Information hierzu finden Sie in Kürze auf unserer Website). Die Europäische Kommission plant die Durchführung einer Informationsveranstaltung erst für den Oktober in Lissabon.

 

Eine Konferenzwebsite hat die Europäische Kommission hier eingerichtet.

http://ec.europa.eu/health/ern/events/ev_20151008_en.htm 

Dritte Auflage der EHC – European Hospital Conference in Düsseldorf

Am 19. November 2015 veranstalten die Verbände European Hospital and Healthcare Federation (HOPE), die European Association of Hospital Managers (EAHM) und die European Association of Hospital Physicians (AEMH) die “3rd Joint European Hospital Conference als Teil des 38. Deutschen Krankenhaustages und der MEDICA.

Die Themenschwerpunkte der Veranstaltung sind „Patientenorientierte Krankenhaus-versorgung in der Zukunft“ und „Patientenorientierte Krankenhausversorgung in der Praxis“.

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie hier.

http://www.medica.de/EHC3

IHF lädt zum Weltkrankenhauskongress nach Chicago

Der internationale Krankenhausverband IHF – International Hospital Federation lädt zur 39. Edition des „Weltkrankenhauskongresses“ für die Zeit vom 6.-8. Oktober dieses Jahres nach Chicago, USA ein. Neben Fragen zu Qualität und Sicherheit in der Krankenhausversorgung werden auch Chancen und Herausforderungen des Krankenhausmanagements diskutiert werden.

Ausführliche Information zum Kongress finden Sie hier.

http://www.worldhospitalcongress.org/en/