Im Folgenden geben wir einen Überblick über die Entwicklungen im Jahr 2010.

Grundlage der Daten ist eine vom niedersächsischen Gesundheitsministerium im Auftrag der Arbeitsgruppe Krankenhauswesen der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG) durchgeführte Umfrage. Die Umfrage wurde der DKG-Geschäftsstelle dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.

Im Jahr 2010 stellten die Bundesländer demnach insgesamt rund 2,822 Mrd. Euro zur Investitionsförderung nach § 9 KHG zur Verfügung (Vorjahr: 2,861 Mrd. Euro). Der Gesamtbetrag setzt sich aus der Förderung nach § 9 Abs. 1 und 2 KHG (Einzelförderung) in Höhe von rund 1,651 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,686 Mrd. Euro) und der Förderung nach § 9 Abs. 3 KHG (Pauschalförderung) in Höhe von rund 1,171 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,175 Mrd. Euro) zusammen. Das Volumen der KHG-Investitionsförderung sank somit im Zehnjahreszeitraum preisbereinigt um rund 28%. Im Vergleich zum Jahr 1991 beträgt der reale Rückgang rund 46%.

Bei der Interpretation der Daten ist zu beachten, dass die Angaben auf den jeweiligen, öffentlich zugänglichen, jährlichen Haushaltsansätzen der Länder (ohne Verpflichtungsermächtigungen für die Folgejahre) basieren und bei kreditfinanzierter Förderung nur die Annuitäten - nicht aber der gesamte Gesamtförderbetrag - enthalten sind. Grundsätzlich nicht berücksichtigt wurden in der Umfrage die Investitions¬mittel der Hochschulkliniken, die Investitionsmittel der Vertragskrankenhäuser, die Eigenmittel der Plankrankenhäuser sowie die Mittel zur Restfinanzierung noch nicht ausfinanzierter Maßnahmen.

Eine umfassende Darstellung und Auswertung der aktuellen Daten zur KHG-Förderung können den Anlagen entnommen werden.