Zur Unterstützung eines möglichst reibungslosen Ablaufs der erforderlichen Maßnahmen im Rahmen der Diagnostik der sogenannten neuen Grippe (Schweinegrippe) hat der Bewertungsausschuss nach § 87 Abs. 1 SGB V für die vertragsärztliche Versorgung eine Durchführungsempfehlung abgegeben (veröffentlicht Deutsches Ärzteblatt 24/2009, S. A1270). Danach sollen die Kosten für den Test im Rahmen der Kostenerstattung durch die Krankenkasse des Patienten auf Basis einer GOÄ-Rechnung analog der Ziffer 4668 mit dem 1,15-fachen Satz in Höhe von 22,12 Euro übernommen werden.

Das Bundessozialgericht (BSG) hat in seinen Entscheidungen mehrfach betont, dass bei der Honorierung der im Krankenhaus erbrachten Notfallleistungen – abgesehen von dem 10%igen Investitionskostenabschlag bei öffentlich geförderten Einrichtungen – die für niedergelassene Ärzte geltenden Vergütungssätze zugrunde zu legen sind. Somit kommen die für die vertragsärztliche Versorgung geltenden Regelungen analog zur Anwendung. Insofern entfaltet die o.g. Durchführungsempfehlung für die Krankenhäuser den gleichen empfehlenden Charakter wie für die Vertragsärzte.

In der Praxis wäre dem Notfallpatienten eine Rechnung auf Basis der GOÄ in der o.g. Form zu stellen. Der Patient kann diese dann bei seiner Krankenkasse einreichen und bekommt die verauslagten Kosten erstattet. Auch wenn diese Vorgehensweise nicht dem etablierten und für den Patienten unbürokratischen Abrechnungsverfahren im Rahmen der ambulanten Notfallbehandlung entspricht (Krankenhaus / Kassenärztliche Vereinigung), eröffnet der Beschluss des Bewertungsausschusses für die Krankenhäuser zumindest die Möglichkeit, die für den Influenzaschnelltest bei Verdacht auf Schweinegrippe anfallenden Kosten zu refinanzieren.