Der G-DRG-Katalog 2013 wurde von den Vertragspartnern auf Bundesebene nach § 17b Abs. 2 Satz 1 KHG auf Grundlage eines vom InEK vorgelegten Entwurfs vereinbart. Nachdem der Vorstand der DKG dem Katalogentwurf am 18.09.2012 seine Zustimmung erteilt hat, erfolgte dies jetzt auch seitens des GKV-Spitzenverbandes. Der Katalog besteht wie in den Vorj­ahren aus folgenden Teilen:­ ­


Anlage 1 Fallpauschalen-Katalog
Teil a) Bewertungsrelationen bei Versorgung durch Hauptabteilungen
Teil b) Bewertungsrelationen bei Versorgung durch Belegabteilungen
Teil c) Bewertungsrelationen bei teilstationärer Versorgung
Anlage 2 Zusatzentgelte-Katalog - Liste - (bewertete Zusatzentgelte)
Anlage 3a Nicht mit dem Fallpauschalen-Katalog vergütete vollstationäre Leistungen
Anlage 3b Nicht mit dem Fallpauschalen-Katalog vergütete teilstationäre Leistungen
Anlage 4 Zusatzentgelte-Katalog - Liste - (unbewertete Zusatzentgelte)
Anlage 5 Zusatzentgelte-Katalog - Definition und differenzierte Beträge
Anlage 6 Zusatzentgelte-Katalog - Definition­
­

Die Dokumente wurden ab dem 19.10.2012 auf der Internet-Seite des InEK (www.g-drg.de) veröffentlicht. Dort finden Sie auch 2 Migrationstabellen, jeweils in einfacher und kommentierter Form, mit denen die Fallwanderungen zwischen den DRGs der Kataloge 2012 und 2013 nachvollzogen werden können. Die Veränderungen in der Anzahl der DRGs und Entgelte in den einzelnen Teilen des Katalogs 2013 gegenüber dem Vorjahr zeigt die folgende Übersicht.­

­ Anzahl Entgelte 2012 und 2013­

­RS327-12_G-DRG-Katalog-2013­

1) Anlage 1 Teil c) und Anlage 3b

Die Kalkulationsbasis ging mit 241 Krankenhäusern gegenüber 245 im Vorjahr leicht zurück. Die Anzahl der im Jahr 2013 für die Abrechnung vollstationärer Patienten verfügba¬ren Fallpauschalen beträgt 1.187. Damit ist der Gesamtumfang des Katalogs gegenüber seiner Vorgängerversion wiederum leicht rückläufig. Der Katalog für Hauptabteilungen umfasst 1.142 Fallgruppen, weitere 40 in der Anlage 3a enthaltene Fallpauschalen sind in Bezug auf ihre Vergütungshöhe auf Ortsebene zu vereinbaren. Für teilstationäre Leistungen stehen 5 Fallgruppen zur Verfügung, davon konnte wie im Vorjahr mit der DRG L90C (Niereninsuffizienz, teilstationär, Alter > 14 Jahre ohne Peritonealdialyse) nur eine be-wertet werden. Vier weitere teilstationäre DRGs verbleiben weiterhin als unbewertete Leistungen in der Anlage 3b. Der Katalog für die belegärztliche Versorgung enthält mit 835 Fallgruppen 9 weniger als im Vorjahr, davon konnten 74, vier weniger als im Vorjahr, eigenständig kalkuliert werden. Diese decken rund 66 Prozent des belegärztlich versorgten Fallspektrums, wie es anhand der Daten nach § 21 KHEntgG dokumentiert wird, ab.

Die klassifikatorischen Veränderungen wirkten sich primär nicht in der Bildung neuer DRGs aus, sondern konzentrierten sich auf eine sachgerechtere Abbildung von Fällen durch Umgruppierung anhand ihrer Leistungsmerkmale zwischen bestehenden DRGs. Dies führte zu relevanten Verschiebungen zwischen den Bewertungsrelationen durch Aufwertungen von hochkomplexen Behandlungsformen, denen Abwertungen von weniger aufwendigen Fällen gegenüberstehen. Beispiele sind die minimal-invasiven Herzklappeneingriffe, bei denen es zu einer Aufwertung dieses Leistungsbereichs kam, indem ein Teil der Fälle in höherwertige DRGs verschoben wurde. Umgekehrt hatte ein Transfer von Fallkonstellationen in DRGs niedrigerer Schweregradstufen eine Abwertung des Behandlungsspektrums der operativen Eingriffe an der Wirbelsäule zur Folge.

Bei der Überarbeitung der CCL-Matrix wurde die bisherige Methodik verfeinert. Auf- bzw. Abwertungen von Nebendiagnosen in Bezug auf ihren Einfluss auf den Fallschweregrad erfolgten nicht mehr pauschal, sondern spezifisch im Hinblick auf einzelne DRGs. Bei den Zusatzentgelten wurden die beiden Entgelte gemäß den Pflegekomplexmaßnahmen-Scores (PKMS) für Erwachsene einerseits und Kleinkinder, Kinder und Jugendliche andererseits zusätzlich anhand von Aufwandspunkten aufgeteilt. Weitere Zusatzentgelte entstanden durch die Überführung ehemaliger NUB-Entgelte.

Die Abbildungsqualität des Systems, ausgedrückt in dem statistischen Maß R2, konnte noch einmal leicht gesteigert werden. Auch nach der 10. Kalkulationsrunde gab es bedeutende Systemumbauten, sodass das G-DRG-System 2013 wiederum einen weiteren Entwicklungsschritt zu einem sachgerechten pauschalierenden Vergütungssystem darstellt.

 

­