Anlage 1 Fallpauschalen-Katalog
Teil a) Bewertungsrelationen bei Versorgung durch Hauptabteilungen
Teil b) Bewertungsrelationen bei Versorgung durch Belegabteilungen
Teil c) Bewertungsrelationen bei teilstationärer Versorgung
Anlage 2 Zusatzentgelte-Katalog – Liste – (bewertete Zusatzentgelte)
Anlage 3a Nicht mit dem Fallpauschalen-Katalog vergütete vollstationäre
Leistungen
Anlage 3b Nicht mit dem Fallpauschalen-Katalog vergütete teilstationäre
Leistungen
Anlage 4 Zusatzentgelte-Katalog – Liste – (unbewertete Zusatzentgelte)
Anlage 5 Zusatzentgelte-Katalog – Definition und differenzierte Beträge –
Anlage 6 Zusatzentgelte-Katalog – Definition –

Die Dokumente wurden ab dem 29. 09. 2010 auf der Internet-Seite des InEK
(www.g-drg.de) veröffentlicht. Zusätzlich mit dem Katalog wird eine Migrationstabelle zur Verfü¬gung gestellt, mit der die Fallwanderungen zwischen den DRGs der Kataloge 2010 und 2011 nachvollzogen werden können. Eine erweiterte Migrationstabelle mit einer erläuternden Kommentierung von Fallwanderungen soll in Kürze an gleicher Stelle veröffentlicht werden. Die Veränderungen in der Anzahl der DRGs und Ent¬gelte in den einzelnen Teilen des Katalogs 2011 gegenüber dem Vorjahr zeigt die folgende Übersicht.

Die Kalkulationsbasis konnte von 225 auf 247 Krankenhäuser erhöht werden, von denen über 80 Prozent bereits im Vorjahr teilnahmen.

Die Anzahl der im Jahr 2011 für die Abrechnung vollstationärer Patienten verfügba¬ren Fallpauschalen beträgt 1.194. Dies bedeutet zum ersten Mal seit der Entwicklung des G-DRG-Systems einen leichten Rückgang um 6 DRGs gegenüber dem Vorjahr. Der Katalog für Hauptabteilungen umfasst 1.149 Fallgruppen, weitere 40 in der An¬lage 3a enthaltene Fallpauschalen sind in Bezug auf ihre Vergütungshöhe auf Ortsebene zu vereinbaren. Für teilstationäre Leistungen stehen 5 Fallgruppen zur Verfügung, davon konnten zwei bewertet werden. Neben der bereits in den Vorjahren be¬werteten DRG L90C (Niereninsuffizienz, teilstationär, Alter > 14 Jahre ohne Peritonealdialyse) konnte jetzt auch für die L90B mit Peritonealdialyse ein Relativgewicht kalkuliert werden. Drei weitere teilstationäre DRGs verbleiben weiterhin als unbewertete Leistungen in der Anlage 3b. Der Katalog für die belegärztliche Versorgung enthält mit 857 Fallgruppen 16 weniger als im Vorjahr, davon konnten 83, eine weniger als im Vorjahr, eigenständig kalkuliert werden. Diese decken rund 68 Prozent des belegärztlich versorgten Fallspektrums ab, wie es anhand der Daten nach § 21 KHEntgG dokumentiert wird.

Die klassifikatorischen Veränderungen waren wie in den Vorjahren nicht mehr sehr ausgeprägt, sondern konzentrierten sich eher auf punktuelle Anpassungen. Ein Schwerpunkt bei der diesjährigen Systementwicklung lag in der Identifizierung und möglichen Lösung von Fallkonstellationen, bei denen durch uneinheitliche Kodierungspraktiken nicht intendierte Vergütungsdifferenzen entstehen, um damit auch Konfliktpotential aus der Abrechnungspraxis zu nehmen. Außerdem wurden wiederum Wege für die sachgerechte Abbildung von Extremkostenfällen gesucht und mit der A36A für die intensivmedizinische Komplexbehandlung in der Prä-MDC eine neue Fallgruppe für Teile dieses Patientenkollektivs geschaffen. Ein für die Katalogüberleitung im Rahmen der Leistungsplanung der Krankenhäuser wichtiger Umbau betrifft die Patienten mit Querschnittslähmung. Die bisher unbewertete DRG B61Z wurde gesplittet in eine bewertete DRG B61A für verlegte Fälle mit komplexem operativen Eingriff und einer Verweildauer unter 14 Tagen und in die DRG B61B, die weiterhin in der Anlage 3a der unbewerteten Fallgruppen verbleibt.

Die Abbildungsqualität des Systems, ausgedrückt in dem statistischen Maß R2, konnte noch einmal leicht gesteigert werden. Erweiterungen erfuhren wiederum die bewerteten und unbewerteten Zusatzentgelte, insbesondere durch die Überführung ehemaliger NUB-Entgelte in den Katalog.

Trotz der insgesamt nur noch moderaten Systemumbauten stellt das G-DRG-System 2011 wiederum einen weiteren Entwicklungsschritt zu einem sachgerechten pauschalierenden Vergütungssystem dar.