Relevant ist diese Klarstellung für Krankenhäuser, die bei der Gruppierung auf den Datensatz nach § 21 KHEntgG zurückgreifen. Nach der Vereinbarung über die Übermittlung von DRG-Daten nach § 21 Abs. 4 und Abs. 5 KHEntgG ist für Aufnahmen ab dem 01.01.2007 in der Datei "Fall" im Datenfeld "Aufnahmeanlass" der Eintrag "A" anzugeben, wenn der aufgenommene Patient im verlegenden Krankenhaus eine Behandlungsdauer von bis zu 24 Stunden hatte. Bei allen übrigen Zuverlegungen ist "V" (Verlegung mit Behandlungsdauer im verlegenden Krankenhaus länger als 24 Stunden) einzutragen. Im Abrechnungsverkehr nach § 301 SGB V ist das Datenfeld "Aufnahmeanlass" nicht enthalten.

Bei den betroffenen Krankenhäusern, die ein Neugeborenes aus einem anderen Krankenhaus aufgenommen haben, ist zur korrekten Abrechnung der P60B für die Gruppierung der Fälle zu Abrechnungszwecken immer der Aufnahmeanlass "V" zu verwenden, auch wenn das Neugeborene im vorherigen Krankenhaus weniger als 24 Stunden behandelt worden war. Durch den Aufnahmeanlass "A" wird bei der Gruppierung anstelle der korrekten DRG P60B die DRG P60C Neugeborenes, verlegt < 5 Tage nach Aufnahme ohne signifikante OR-Prozedur, nicht zuverlegt, ohne Beatmung > 24 Stunden  (Mindestverweildauer 24 Stunden für das Krankenhaus, in dem die Geburt stattfindet) angesteuert, die sachlich nicht richtig ist. Der vom Krankenhausinformationssystem vorgegebene Aufnahmeanlass "A" ist für die Abrechnung dementsprechend manuell auf "V" umzustellen.

Die Krankenhäuser, die im laufenden Kalenderjahr bislang für zuverlegte Neugeborene anstelle der DRG P60B die DRG P60C abgerechnet haben, sollten die Abrechnung der betroffenen Fälle entsprechend korrigieren. Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben diese Korrekturmöglichkeit bestätigt.

Bei der Übermittlung der Daten des Jahres 2007 nach § 21 KHEntgG (zum 31.03.2008) ist der Aufnahmeanlass gemäß der Vereinbarung über die Übermittlung von DRG-Daten nach § 21 Abs. 4 und Abs. 5 KHEntgG anzugeben.