Das InEK hat jetzt zum dritten Mal den Extremkostenbericht für das DRG-System auf seiner Web-Seite (www.g-drg.de) veröffentlicht. Die grundsätzliche Methodik zur Identifizierung von Kostenausreißern der ersten beiden Extremkostenberichte wurde für den Bericht für das DRG-System 2017 beibehalten. Nachdem die Fälle mit atypischen Kosten (sowohl am unteren als auch am oberen Rand der Verteilung der bereinigten Fallkosten in einer DRG) anhand von theoretischen Verteilungskurven identifiziert wurden, werden umfangreiche Analysen zu Kostenüber- und -unterdeckungen dieser Fälle durchgeführt. Dazu werden die DRGs in Regel- und spezialisierten Versorgungsleistungen und die Kalkulationskrankenhäuser in die Gruppen der Universitätskliniken und Maximalversorger auf der einen und die sonstigen Krankenhäuser auf der anderen Seite aufgeteilt. Außerdem wird die Extremkostenproblematik in den Versorgungsbereichen der Intensivmedizin, der Onkologie und der Kinderonkologie und in den Verweildauergruppen der Kurz-, Normal- und Langlieger gesondert untersucht. Insgesamt ist die Belastung der Krankenhäuser durch Extremkostenfälle als Ergebnis der Systementwicklung, wobei auch die Erkenntnisse aus den bisherigen Extremkostenberichten dazu beigetragen haben, zurückgegangen. Allerdings ist diese Belastung zwischen den Leistungs- und Krankenhausgruppen ungleich verteilt, wobei die Gruppe der Universitätskliniken und Krankenhäuser der Maximalversorgung weiterhin besonders durch eine Kostenunterdeckung bei den Extremkostenfällen betroffen sind. Die Analysen zu den Kostenüber- und -unterdeckungen der Extremkostenfälle beziehen sich auf ca. 5 Prozent aller von den Kalkulationskrankenhäusern verwendeten Fallkostendaten. Durch eine Reihe von Korrelationsuntersuchungen werden mögliche Zusammenhänge zwischen dem Grad der Deckung von Kostenausreißern und verschiedenen Variablen geprüft. Dabei zeigt sich wie im Vorjahr, dass einzig die mittlere Deckung der Kosten der innerhalb der Verteilungsgrenzen liegenden Fälle mit der Deckung der Extremkostenfälle in starkem Maße positiv korreliert.

Der Extremkostenbericht 2017 steht auf der Web-Seite des InEK (www.g-drg.de) zum Herunterladen zur Verfügung.