Entgeltkataloge 2017

Der PEPP-Katalog für 2017 zeigt nur geringfügige Veränderungen gegenüber dem Katalog 2016. Im Fokus der diesjährigen Systementwicklung stand in erster Linie eine eher zurückhaltende Weiterentwicklung der Klassifikation und der Ergänzenden Tagesentgelte. Hierdurch soll laut InEK in der Präsentation am 02.09.2016 Stabilität und Kontinuität zur Erleichterung des Umstiegs geschaffen werden.

Im Einzelnen weist der PEPP-Katalog 2017 folgende Veränderungen auf:

• Die Anzahl der vollstationären PEPPs in allen Strukturkategorien ist unverändert bei 34 (ohne Fehler und sonstige PEPP). In der textlichen Beschreibung wurden vereinzelt Anpassungen, fast ausschließlich in der Prä-Strukturkategorie, vorgenommen.

•  Die Vergütungsklassen (VK) sind im Jahr 2017 über alle PEPPs um 19 gesunken. In der Psychiatrie sind sie um insgesamt 2 VK gesunken. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) sind 2 VK hinzugekommen. Die deutlichste Reduzierung hat es in der Psychosomatik gegeben. Dort sind die VK von 52 auf 33, um 19 gesunken.

•  Die Anzahl der bewerteten, teilstationären PEPPs in der Anlage 2a ist im Vergleich zum Vorjahr in den Strukturkategorien Psychiatrie (4) und KJP (2) und Psychosomatik (1) unverändert geblieben. Die Bewertungsrelationen (BR) wurden in fünf PEPP zwischen 0,68 % und 1,64 % angehoben und in zwei PEPP, zwischen 0,65 % und 1,12 %, abgesenkt.

•  Die unbewerteten PEPPs bei vollstationärer und teilstationärer Versorgung sind gegenüber dem Katalog 2016 unverändert.

• Im Bereich der bewerteten Zusatzentgelte (ZE) der Anlage 3 zum PEPP-Katalog hat sich die Anzahl in Folge von Verschiebungen (6 ZE) in die Anlage 4 (unbewertete Zusatzentgelte) und Aufnahme eines neuen Zusatzentgeltes um 5 ZE auf insgesamt 55 reduziert.

• Im Bereich der unbewerteten Zusatzentgelte hat es insgesamt eine Erhöhung von 12 ZE gegeben. In 2016 waren hiervon 6 ZE bewertet und weitere 6 ZE wurden neu aufgenommen.

• Die 3 originär psychiatrisch/psychosomatischen Zusatzentgelte für Elektro-krampftherapie (EKT), die Gabe von Paliperidon und die Strahlentherapie werden im neuen Katalog weiterhin als unbewertete Zusatzentgelte ausgewiesen.

• Die Anzahl der ergänzenden Tagesentgelte (ET) ist gegenüber 2016 unverändert. Als einzige Veränderung gegenüber dem Katalog 2016 ist, dass das ET02 für „Intensivbehandlung bei psychischen und psychosomatischen Störungen und Verhaltensstörungen bei erwachsenen Patienten mit mindestens 3 Merkmalen“ für die Behandlung mit 3 Merkmalen (ET02.03) und 4 Merkmalen (ET02.04) im Katalog mit differenzierten Bewertungsrelationen ausgewiesen wurde. Im Katalog 2016 wurde hier noch keine Differenzierung vorgenommen (ET02.01 bei 3 und 4 Merkmalen).

•  In diesem Jahr konnte erstmalig die OPS-Änderung kalkulatorisch umgesetzt werden. Dies erfolgte durch einen Vorgriff auf die bereits für 2016 geltenden tagesbezogenen OPS-Kodes für Intensivbehandlung (9-619, 9-61a und 9-61b) mittels einer separaten Abfrage der Merkmale bei Intensivbehandlung auf Basis einer ergänzenden Datenbereitstellung.

• Für weitere Ergänzende Tagesentgelte wurden weitere Analysen durchgeführt. Es ergab sich aber keine ausreichende Datenlage aufgrund zu geringer Anzahl plausibler Datensätze und/oder Dominanz einzelner Krankenhäuser. Dies betraf die „Betreuung in der Kleinstgruppe bei Erwachsenen (9~640.1*)“, die „bei Erwachsenen (9~641*)“ sowie die „Kriseninterventionelle Behandlung bei Kindern und Jugendlichen (9~690*)“.

Abrechnungsbestimmungen 2017

Es bestand Konsens zwischen den Vertragsparteien, dass Anpassungen nur in geringem Umfang vorgenommen werden sollen, um die Kontinuität bei dem Umstieg auf das PEPP-System zu gewährleisten. Der GKV-Spitzenverband sah keinen Anpassungsbedarf an der PEPPV 2017. Die DKG hat das Thema Jahresüberlieger erneut in die Verhandlungen eingebracht, konnte sich mit dieser Forderung allerdings nicht durchsetzen. Insofern erfolgten lediglich redaktionelle Änderungen an den Abrechnungsbestimmungen.

Klarstellungen zu den Abrechnungsbestimmungen

Die Klarstellungen als auch die Fallbeispiele zur PEPPV 2017 (Nr. 2 der Klarstellungen) werden derzeit noch redaktionell abgestimmt und daher nachgereicht.