Abschlussbericht zur Weiterentwicklung des G-DRG-Systems und G-DRG Report-Browser 2015

In dem Abschlussbericht werden die methodischen Grundlagen des Kalkulationsverfahrens, die wichtigen klassifikatorischen Veränderungen des Systems sowie eine Bewertung der Ergebnisse anhand statistischer Kennzahlen dargelegt.

Zusammen mit dem Abschlussbericht wird der sogenannte G-DRG Report-Browser 2015 zur Verfügung gestellt. Für die G-DRG-Version 2015 wird erstmals der G-DRG-Report-Browser nicht in Form einer Microsoft Access-Datenbank veröffentlicht, sondern als dotNet-Anwendung.

Mit diesem können je DRG Informationen zu den der Kalkulation zugrunde liegenden Fällen wie Anzahl, Verweildauer-, PCCL- und Altersverteilung, die Haupt-, Nebendiagnosen und durchgeführten Prozeduren sowie die Mittelwerte in den einzelnen Kostenmodulen eingesehen werden. Es werden alle Haupt- und Nebendiagnosen und Prozeduren pro DRG ausgewiesen, die in diesen mindestens vier Fälle repräsentieren. Der Report-Browser wird getrennt für die DRGs bei Versorgung durch Hauptabteilungen und für die 76 eigenständig kalkulierten DRGs bei belegärztlicher Versorgung zur Verfügung gestellt.

Abschlussbericht zur Weiterentwicklung des PEPP-Systems PEPP Browser 2015

Wie in dem einführenden Kapitel des Berichtes erläutert wird, wendet sich der Abschlussbericht an die interessierte Fachöffentlichkeit und soll einen Beitrag dazu leisten, die der Entwicklung zugrunde liegende Vorgehensweise transparent zu machen und das Verständnis über Zusammenhänge im PEPP-Entgeltsystem zu fördern.

Zur sachgerechten Weiterentwicklung des pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen gem. § 17d KHG (PEPP) haben die Vertragsparteien auf Bundesebene am 1. April 2014 angepasste Grundsätze mit erheblichen Auswirkungen auf Kalkulation und Weiterentwicklung des PEPP-Systems 2015 vereinbart. Zu nennen ist hierbei die Einführung ergänzender Tagesentgelte (ET), die Berücksichtigung des Entlassungs- bzw. des Verlegungstages als Berechnungstag und die Abschaffung der bisherigen Vergütungsstufen und Bildung von Vergütungsklassen aller Fälle einer PEPP mit gleicher Aufenthaltsdauer. Die grundlegenden Veränderungen, die sich hieraus ergeben, werden im Abschlussbericht ausführlich beschrieben.

Ein Schwerpunkt des Berichtes liegt auf der Darlegung der neuen Berechnung der Bewertungsrelationen. Die bisherigen Vergütungsstufen innerhalb eines Falls werden nicht mehr angewendet. Vielmehr wird eine einheitliche tagesbezogene Vergütung über den gesamten Fall für alle Fälle innerhalb einer PEPP mit gleicher Behandlungsdauer (Vergütungsklasse) berechnet.

In weiteren Kapiteln wird auf die Entwicklung der PEPP Klassifikation und auf systematische Analysen und Ergebnisse insbesondere zu Prozedurenkodes und zur Weiterentwicklung im Bereich Sucht eingegangen.

Zum Schluss des Berichtes werden in einem Fazit die bisherige Kritik am PEPP-Entgeltsystem und die umfassenden Veränderungen im PEPP-System 2015 dargestellt. Zusammenfassend wird vom InEK festgestellt, dass durch das Zusammenspiel von ergänzenden Tagesentgelten und angepasster Katalogsystematik ein Hauptkritikpunkt am PEPP-Vergütungssystem, die fallbezogene Degression, entschärft werden konnte. Zugleich konnte die sachgerechte Vergütung insbesondere hochaufwendiger Fälle deutlich verbessert werden.

Begleitend zum Abschlussbericht werden wesentliche Kennzahlen zur PEPP-Kalkulation für die bewerteten PEPP auch in diesem Jahr in einem PEPP-Reportbrowser veröffentlicht.