Mit der Vereinbarung werden die wesentlichen Kritikpunkte am aktuellen PEPP-Katalog aufgegriffen und grundlegende Änderungen vorgenommen. Es werden neue, tagesbezogene Pauschalen eingeführt, so dass auch ein im Behandlungsverlauf variierender Behandlungsaufwand berücksichtigt werden kann. Für den PEPP-Katalog 2015 wird eine Umsetzung dieser neuen Entgeltform allerdings nur für zwei Leistungskomplexe für Erwachsene in der Psychiatrie möglich sein (Intensivtage ab 3 Merkmalen und 1:1 Betreuung ab 6 Stunden). Zudem wird die Methodik zur Berechnung der Bewertungsrelationen grundlegend umgestellt. Dadurch werden die Verweildauergruppen und die daraus resultierenden Vergütungsstufen abgeschafft und die Degression der Vergütungssätze verringert.

In Verbindung mit dem Abschluss der Vereinbarung ist zu betonen, dass die hiermit geregelten Veränderungen einen Neustart für die Katalogentwicklung darstellen und für 2015 nur erste Ergebnisse zu erwarten sind, so dass auch weiterhin deutlicher Entwicklungsbedarf besteht. Insbesondere müssen die vorhandenen Leistungsbeschreibungen angepasst und neue entwickelt werden, die wiederum frühestens in zwei Jahren im PEPP-Katalog berücksichtigt werden können. Zudem müssen die Abrechnung der Entlassungstage und deren budgettechnische Umsetzung noch geregelt und kritisch begleitet werden. Eine Verlängerung der Optionsphase um 2 Jahre mit Verschiebung der Scharfschaltung des Systems ist daher nach wie vor zwingend erforderlich.