Der G-DRG-Katalog 2014 wurde von den Vertragspartnern auf Bundesebene nach § 17b Abs. 2 Satz 1 KHG auf Grundlage eines vom InEK vorgelegten Entwurfs vereinbart.

Der Katalog besteht wie in den Vorjahren aus folgenden Teilen:

Anlage 1      Fallpauschalen-Katalog

Teil a)         Bewertungsrelationen bei Versorgung durch Hauptabteilungen

Teil b)         Bewertungsrelationen bei Versorgung durch Belegabteilungen

Teil c)         Bewertungsrelationen bei teilstationärer Versorgung

Anlage 2     Zusatzentgelte-Katalog – Liste – (bewertete Zusatzentgelte)

Anlage 3a    Nicht mit dem Fallpauschalen-Katalog vergütete vollstationäre Leistungen

Anlage 3b    Nicht mit dem Fallpauschalen-Katalog vergütete teilstationäre Leistungen

Anlage 4      Zusatzentgelte-Katalog – Liste – (unbewertete Zusatzentgelte)

Anlage 5      Zusatzentgelte-Katalog – Definition und differenzierte Beträge –

Anlage 6      Zusatzentgelte-Katalog – Definition –

Anlage 7      Zusatzentgelte-Katalog – Blutgerinnungsstörungen

Die Dokumente wurden ab dem 14.10.2013 auf der Internetseite des InEK (http://www.g-drg.de/cms/) veröffentlicht. Die Veränderungen in der Anzahl der DRGs und Entgelte in den einzelnen Teilen des Katalogs für 2014 gegenüber dem Vorjahr zeigt folgende Übersicht.

Die Kalkulationsbasis für den neuen Katalog stieg auf 244 Krankenhäuser gegenüber 241 im Vorjahr leicht an, nachdem sie im Vorjahr zurückgegangen war. Die Anzahl der im Jahr 2014 für die Abrechnung vollstationärer Patienten verfügbaren Fallpauschalen beträgt 1.196. Nachdem die Kataloge von 2011 bis 2013 gegenüber dem Vorjahr jeweils einen Rückgang der Anzahl der Fallpauschalen verzeichneten, legte ihre Zahl im Katalog für 2014 mit 9 DRGs wieder zu. Der Katalog für Hauptabteilungen umfasst 1.148 Fallgruppen, weitere 43 in der Anlage 3a enthaltene Fallpauschalen sind in Bezug auf ihre Vergütungshöhe auf Ortsebene zu vereinbaren. Für teilstationäre Leistungen stehen 5 Fallgruppen zur Verfügung, davon konnten 2 bewertet werden, so dass noch 3 weitere teilstationäre DRGs als unbewertete Leistungen weiterhin in der Anlage 3b verbleiben. Der Katalog für die belegärztliche Versorgung enthält mit 824 Fallgruppen 11 weniger als im Vorjahr, davon konnten 78, 4 mehr als im Vorjahr, eigenständig kalkuliert werden. Diese decken rund 68 Prozent des belegärztlich versorgten Fallspektrums, wie es anhand der Daten nach § 21 KHEntgG dokumentiert wird, ab.

Bei der klassifikatorischen Weiterentwicklung wurde wieder ein besonderes Gewicht auf die systematische Prüfung seltener, extrem teurer Fälle gelegt mit der Zielsetzung, diese sachgerechter zu vergüten. Außerdem wurden erhebliche Umbauarbeiten an der CCL-Matrix, in der die Nebendiagnosen in Bezug auf ihren Einfluss auf den Schweregrad von Fällen abgebildet werden, vorgenommen und die darauf aufbauende Berechnungsformel angepasst.

Die Kataloge der bewerteten und unbewerteten Zusatzentgelte wurden erweitert. Unter anderem wurde ein neues bewertetes Zusatzentgelt für die spezialisierte stationäre palliativmedizinische Komplexbehandlung geschaffen.

Bei der Entwicklung des G-DRG-Systems 2014 erfolgten wieder deutliche Umbauarbeiten, mit dem Ziel einer sachgerechteren Abbildung der verschiedenen Fallkonstellationen.