Im Rahmen der Überarbeitung für das Jahr 2018 war zunächst zu berücksichtigen, dass durch das Auslaufen der in § 18 Abs. 1 BPflV geregelten Optionsphase, ab dem 01.01.2018 diejenigen Krankenhäuser, die dem Anwendungsbereich der BPflV unterfallen, ihre Leistungen nur noch nach den PEPP-Entgelten abrechnen können. Die bis Ende 2017 noch zulässige Anwendung der BPflV in ihrer am 31.12.2012 geltenden Fassung ist mit Beginn des Jahres 2018 nicht mehr möglich. Aus diesen Gründen war der bisherige Pflegekostentarif von der Geschäftsstelle nicht mehr fortzuführen. In Zukunft finden für die Information der selbstzahlenden Krankenhauspatienten nur noch der DRG-Entgelttarif für den somatischen Bereich und der PEPP-Entgelttarif für den psychiatrischen bzw. psychosomatischen Bereich Anwendung.

In den verbleibenden Tarifwerken war im Rahmen der Überarbeitung folgendes zu berücksichtigen:

Im DRG-Entgelttarif wurde zunächst der Versorgungszuschlag nach § 8 Abs. 10 KHEntgG gestrichen. Außerdem wurden mit dem Zuschlag für die Beteiligung von Krankenhäusern an einrichtungsübergreifenden Fehlermeldesystemen und dem Zuschlag für klinische Sektionen insgesamt zwei neue Zuschlagstatbestände in den DRG-Entgelttarif aufgenommen.

Bei der Bearbeitung des PEPP-Entgelttarifes wurden ebenfalls zwei neue Zuschlagstatbestände aufgenommen. Zum einen der Zuschlag für Zentren und Schwerpunkte und zum anderen der Zuschlag für die Beteiligung der Krankenhäuser an einrichtungsübergreifenden Fehlermeldesystemen, welche auch im psychiatrischen und psychosomatischen Bereich Anwendung finden. Von der Aufnahme eines Zuschlags- bzw. Abschlagstatbestandes für die Teilnahme bzw. Nichtteilnahme an der Notfallversorgung wurde im Rahmen des PEPP-Entgelttarifes zunächst abgesehen, da derzeit noch keine Vereinbarung von Zu- oder Abschlägen für die Teilnahme oder Nichtteilnahme von Krankenhäusern an der Notfallversorgung nach § 9 Abs. 1a Nr. 5 KHEntgG getroffen wurde. Die ausschließlich im somatischen Bereich nach § 4 Abs. 6 KHEntgG enthaltene Regelung eines Abschlages in Höhe von 50 € je vollstationären Fall findet im psychiatrischen bzw. psychosomatischen Behandlungsbereich mangels gesetzlicher Verweisung keine Anwendung.

Die vorbenannten Entgelttarife des Jahres 2018 sind im Mitgliedsbereich auf der Homepage der DKG unter www.dkgev.de – auch als Worddatei – abrufbar und diesem Rundschreiben nochmals als Anlagen 1 und 2 beigefügt.