Am 15.05.2013 ist das Gesetz zur Änderung des Personenstandsrechts in Kraft getreten, mit dem auch eine Änderung des § 31 der Personenstandsverordnung verbunden ist, die vorsieht, dass Eltern die Geburt von sogenannten „Sternenkindern“, die mit einem Gewicht von weniger als 500 Gramm tot zur Welt kommen, gegenüber dem Standesamt anzuzeigen können.

Das Standesamt erteilt den Eltern auf Wunsch dann eine Bescheinigung mit dem Namen und Geburtstag des Kindes, in der auch die Eltern als solche ausgewiesen sind. Auf diese Weise wird die Geburt des Kindes dauerhaft dokumentiert, die Eltern können ihrem Kind offiziell einen Namen geben und erhalten einen Existenznachweis.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bittet vor allem die Mitarbeiter der Geburtsabteilungen der Krankenhäuser, die in einer solchen Situation oftmals die unmittelbaren Ansprechpartner sind, die betroffenen Eltern über diese Möglichkeit zu informieren. Aus diesem Grund hat das Ministerium ein Informationsblatt, aus dem weitere Einzelheiten entnommen werden können, sowie ein Anschreiben an die Krankenhäuser zur Verfügung gestellt (Anlagen).

Die DKG begrüßt die Gesetzesänderung, die es betroffenen Eltern in dieser schwierigen Situation ermöglicht, sich würdevoll von ihrem Kind zu verabschieden und hat deshalb dem Bundesfamilienministerium die notwendige Unterstützung zugesichert.