Teilnehmende Versicherungsunternehmen

Von den PKV-Unternehmen sind bereits 16 produktiv angebunden, 4 Unternehmen sind in der Testphase, weitere 8 PKV-Unternehmen bereiten die Teilnahme am Testverfahren vor. Da vor allem zahlenmäßig starke Versicherungsunternehmen der Rahmenvereinbarung beigetreten sind (Übersicht), kommt mit Beginn des Echtverfahrens am 1. Juli 2013 ein hoher Anteil von mehr als zwei Drittel an Privatversicherten für die elektronische Datenübermittlung in Frage.

Teilnehmende Krankenhäuser (Hersteller)

Bisher nehmen bundesweit 80 Krankenhäuser an der elektronischen Datenübermittlung gemäß der Rahmenvereinbarung teil. Herstellerseitig werden Software-Lösungen für die elektronische Datenübermittlung in Verbindung mit § 17c KHG von den Firmen Agfa Health Care, iSoft Healthcare, SAP, Siemens und Waldbrenner angeboten. Krankenhäuser, welche den Beitritt zur Rahmenvereinbarung noch nicht vollzogen, sollten die Verfügbarkeit beim Hersteller des eingesetzten Abrechnungssystems prüfen.

Erfahrungen aus dem Testverfahren

Aus dem Testverfahren werden lediglich Probleme durch veraltete und nicht aktualisierte kryptografische Schlüssel bzw. noch nicht vollständig umgesetzte Regelungen der Fort-schreibung (z. B. Verarbeitung der neuen Felder „Name“ und „Vorname“ für Neugeborene und Organtransplantationen) gemeldet. Krankenhäuser sollten die Aktualität der kryptografischen Schlüssel der PKV-Unternehmen prüfen; Krankenhäuser selbst müssen keine neuen kryptografischen Schlüssel beantragen, zur Verschlüsselung werden die aus dem bestehenden § 301-Verfahren gültigen kryptografischen Schlüssel verwendet.

Die PKV-Schlüssel werden durch die Deutsche Krankenhaus TrustCenter und Informationsverarbeitung GmbH (DKTIG) sowie das ITSG-Trustcenter zur Verfügung gestellt ("pkv.key" - SHA-1-Schlüssel bzw. "pkv-sha256.key" - SHA-256-Schlüssel der PKV-Unternehmen).

Einen Sonderfall, der in den bisherigen Regelungen nicht abbildbar ist, stellt bei Wahl-leistung „Unterkunft“ die (tagesbezogene) Übermittlung mehrerer Registernummern (Vertragskennzeichen) dar, wenn bei internen Verlegungen jeweils eigene Wahlleistungs-entgelte berechnet werden. Derzeit kann nur eine Registernummer übermittelt werden. Eine Anpassung ist für die nächste Fortschreibung vorgesehen. Soweit solche Fälle auftreten, bitten wir um Information, der PKV-Verband hat seine Bereitschaft erklärt, sich im Einzelfall um Zwischenlösungen zu bemühen.

Bankverbindung

Krankenhäuser sollten prüfen, ob die bei den Versicherungsunternehmen gemeldete Bankverbindung aktuell ist. Im Gegensatz zum Bereich der GKV ist den privaten Krankenversicherungsunternehmen die Auflösung der Bankverbindung über das Institutionskennzeichen nicht möglich. Die Bankverbindung kann dem PKV-Verband z. B. mit dem beigefügten Formular oder in anderer geeigneter Weise mitgeteilt werden. Das Formular erfasst auch die von der PKV mitgeteilte Registernummer und sollte durch zwei Unterschriftsberechtigte abgezeichnet werden.

Ausblick

Aufgrund der inzwischen großen Zahl an Versicherten, die potenziell für die Datenübermittlung entsprechend der Rahmenvereinbarung in Frage kommen, werden Versicherungsunternehmen diese Form der Übermittlung künftig vermehrt erwarten und einfordern und im Rahmen der zur Verfügung stehenden Optionen den Druck auf Krankenhäuser, welche der Rahmenvereinbarung noch nicht beigetreten sind, erhöhen. Bei den Versicherungsunternehmen selbst wird u. W. die Möglichkeit von Sanktionen geprüft, wenn keine Bereitschaft auf Krankenhausseite zur Erfüllung der Übermittlungspflicht nach § 17c KHG erkennbar ist. Vor diesem Hintergrund wird der Beitritt zur Rahmenvereinbarung nochmals empfohlen.