Das BMG hat seine im Vorfeld zugestandene Prüfung nunmehr abgeschlossen und schriftlich mitgeteilt, dass sie der gewünschten unterjährigen OPS-Revision nicht zustimmen (Anlage 1). Als Gründe für die Ablehnung werden unterschiedliche Argumente angeführt, die in Summe betrachtet, als wenig überzeugend zu werten sind. Bereits vor Beauftragung der Selbstverwaltung war bekannt, dass man einen Präzedenzfall für unterjährige Revisionen schaffen würde oder dass die Anpassung des OPS im DIMDI Ressourcen binden werde. Auch die Forderung der Softwarehersteller, dass die Kodes bereits bis Ende März hätten bereit gestellt werden müssen, ist angesichts des Abgabetermins für den gemeinsamen Vorschlag der Selbstverwaltung Mitte Februar nicht überzeugend. Enttäuschend ist auch, dass der gewonnene Bürokratieabbau als lediglich geringfügig eingeschätzt wurde. Nach Auffassung aller einbezogenen Experten sowie aller relevanten Fachgesellschaften geht er mit einer enormen Vereinfachung, auch hinsichtlich der innerbetrieblichen Dokumentationsabläufe, einher.


Bei den benannten Differenzen handelt es sich um eine geringfügige Abweichung der Vorschläge, bei der sich die Selbstverwaltung aus Zeitgründen nicht mehr festlegen konnte. Es stand dem DIMDI jedoch frei, in Rücksprache mit dem InEK, den geeigneteren Vorschlag auszuwählen. Bedauerlicherweise erfolgte weder hierzu noch zu allen anderen Inhalten, eine fachliche Rücksprache. Probleme beim Mapping sind ebenfalls nicht zu erwarten. Vielmehr handelt es sich um äußerst geringfügige Abweichungen, die von allen Beteiligten sowie weiteren zu Rate gezogenen Systemexperten im Hinblick auf den gewonnenen Bürokratieabbau als zu vernachlässigende Größe bewertet wurden.

Im Ergebnis muss die Antwort des BMG für die Krankenhausseite als sehr enttäuschend gewertet werden. Hatte die Hoffnung aller Beteiligten auf eine Beilegung der überbordenden Bürokratie in den Krankenhäusern doch im Vorfeld zu ganz erheblichen Anstrengungen geführt.

Die Geschäftsstelle der DKG hat ihr Befremden gegenüber dem Bundesministerium für Gesundheit in einem Schreiben (Anlage 2) zum Ausdruck gebracht. In diesem wird angeregt, den verpflichtenden Start der Kodierung auf den Beginn des nächsten Jahres zu verschieben, um zunächst die reguläre OPS-Anpassung zum 01.01.2011 abwarten zu können. Dies würde es erlauben, die bereits vorgeschlagenen sowie weiteren Änderungen noch aufzugreifen.
Ob das BMG dieser Bitte zum echten Bürokratieabbau nachkommen wird, bleibt jedoch abzuwarten.