Mit dem PsychVVG werden neue Rahmenbedingungen für die künftige Pflege der Prozedurenklassifikation geschaffen. Differenzierte Anforderungen an die Inhalte der Kodes ergeben sich unter anderem aus den geänderten §§ 17d KHG und 9 Abs. 1 der BPflV. In diesem Kontext sind insbesondere folgende Aspekte aus den Paragraphen und den dazugehörigen Begründungen zu nennen, bei denen die OPS-Kodes eine maßgebliche Rolle spielen:

  • Verminderter Dokumentationsaufwand bei praktikablem Differenzierungsgrad der Patientengruppen im Entgeltsystem
  • Anforderungen an kostentrennende Patientenkriterien im Budgetsystem geringer als im Preissystem
  • Angemessene Transparenz des Leistungsgeschehens
  • Aussagefähiger leistungsbezogener Vergleich der Einrichtungen
  • Weiterentwicklung der Prozedurenschlüssel zur Abbildung von Aufwandsunterschieden für in hochwertigen Leitlinien empfohlene psychiatrische und psychosomatische Maßnahmen
  • Entgeltsystem zur Unterstützung leistungsorientierter Budgetvereinbarungen

Vor diesem Hintergrund sind OPS-Vorschläge gefordert, die einerseits auf eine Verminderung des Dokumentationsaufwandes hinwirken und andererseits weiterhin Transparenz über das Leistungsgeschehen und bestehende Aufwandsunterschiede für die Budgetverhandlungen und einen aussagefähigen leistungsbezogenen Vergleich der Einrichtungen ermöglichen. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, dass jeder einzelne Prozedurenkode allen Anforderungen gleichzeitig Rechnung trägt. Auch können Umstellungen in einzelnen Kodes in Verbindung mit neuen Kodes den Zielen gleichermaßen dienen. Bitte beachten Sie auch, dass die Streichung einzelner Kodes oder Kodekomponenten nicht nur bestehende Schweregraddifferenzierungen bei den PEPP-Entgelten auflösen, sondern gleichermaßen die Fortführung von Entgeltkomponenten (z. B. ergänzende Tagesentgelte) verhindern kann.

Wir bitten daher um Vorschläge zu Prozedurenkodes, die diesem Spannungsfeld Rechnung tragen. Gerne können auch streitbefangene Kodes oder -inhalte zur Anpassung vorgeschlagen werden, die die Abrechnung derzeit erschweren. Auch möchten wir um die Benennung von Leistungen und deren Beschreibung bitten, die in hochwertigen Leitlinien empfohlen werden. Es können sowohl neue, als auch geänderte oder zu streichende Kodes benannt werden.

Bitte senden Sie uns Ihre Vorschläge bis zum 19.01.2017 an folgende E-Mailadresse: n.schlottmann@dkgev.de.