Nach § 4 der Vereinbarung zu den Deutschen Kodierrichtlinien für die Psychiatrie und Psychosomatik gemäß § 17d KHG haben die Selbstverwaltungspartner eine jährliche Überprüfung und ggf. Anpassung der Kodierrichtlinien zur Berücksichtigung von Änderungen der klinischen Praxis und des medizinischen Fortschritts sowie zur Anpassung an den jeweiligen Entwicklungsstand des neuen Vergütungssystems vereinbart.

Die Verhandlungen zu den DKR-Psych 2014 wurden am 24. September 2013 erfolgreich abgeschlossen, sie treten zum 01. Januar 2014 in Kraft.

Die Änderungen für 2014 sind, wie in den Vorjahren, zurückhaltend ausgefallen. Es ergaben sich lediglich zwei Veränderungen:

1.) die Aufnahme einer neuen Kodierrichtlinie in die Allgemeinen Kodierrichtlinien zur Regelung der Kodierung bei multiplem Substanzgebrauch

2.) Aktualisierung des Hinweises der Selbstverwaltungspartner zur Kodierrichtli-nie PP012a „Prozeduren, unterschieden auf der Basis von Größe, Zeit oder Anzahl“

zu 1.) Insbesondere weil sich einzelne Substanzen bei den Analysen der PEPP-Kalkulation durch das InEK als Kostentrenner erwiesen haben, war es notwendig, eine Präzisierung in die DKR aufzunehmen, nach der auch bei Vorliegen eines Multiplen Substanzgebrauches die einzelnen konsumierten Substanzen – soweit bekannt – entsprechend ihrer Art und Auswirkung so genau wie möglich zu kodieren sind, siehe Kodierrichtlinie PD016d „Psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen“.

zu 2.) Der Hinweis der Selbstverwaltung zur Richtlinie PP012a spiegelt einen Konflikt der Vertragsparteien wieder, ob die Prozeduren, die auf der Basis von Größe, Zeit oder An-zahl unterschieden werden, nach denselben Vorgaben wie in den Deutschen Kodierrichtlinien für das G-DRG-System verschlüsselt werden sollen. Eine abschließende Lösung ist im Kontext der Kalkulation des Entgeltsystems für die Psychiatrie/Psychosomatik noch zu prüfen. Der Hinweistext wurde dahingehend an die aktuelle Situation des PEPP-Systems angepasst, dass der Halbsatz „da die Kodierrichtlinien für die Psychiatrie/Psychosomatik noch keine Erlösrelevanz entfalten“ gestrichen wurde (siehe Anlage 2).

Änderungen in den DKR-Psych werden gegenüber dem Vorjahr durch einen schwarzen Balken am rechten Rand gekennzeichnet. Darüber hinaus tragen Kodierrichtlinien mit inhaltlichen Änderungen in der Version 2014 am Ende der 5-stelligen Grundnummer den kleinen Buchstaben „d“. Im Anhang B zu den DKR-Psych werden wesentliche Änderungen im Vergleich zur Vorversion zusammenfassend dargestellt.