Dies stellt eine wesentliche Erweiterung zu der im April 2007 geäußerten Position dar, lediglich einen Zugriff von "berufsmäßigen Gehilfen" auf die elektronische Gesundheitskarte über die SMC-B des Krankenhauses zuzulassen.

Damit lässt sich entsprechend der Forderung aus dem Krankenhausbereich über das in der Verantwortung der Krankenhausträger liegende interne Zugriffs- und Berechtigungsmanagement eine Lösung realisieren, die es allen berechtigten Mitarbeitergruppen im Krankenhaus ermöglicht, im Rahmen ihrer im KIS des Krankenhauses hinterlegten Zugriffsberechtigungen "komfortabel" auf die elektronische Gesundheitskarte zuzugreifen, ohne für die Zugriffe mit personenbezogenen elektronischen Heilberufsausweisen arbeiten zu müssen. Personenbezogene Heilberufsausweise finden in diesem Szenario als elektronische Ausweise der verkammerten Heilberufe (Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Apotheker) noch in den Fällen im Krankenhaus Anwendung, in denen explizit eine elektronische Signatur durch den Heilberufler erstellt wird (z. B. elektronisches Rezept in den Ambulanzen).

Gleichzeitig hat das BMG klargestellt, dass auch die vom Versicherten abzugebende Einwilligung in die Nutzung einer freiwilligen Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte durch die "berufsmäßigen Gehilfen" auf der Gesundheitskarte dokumentiert werden kann. Dies ermöglicht eine sachgerechte Delegation dieser bisher dem Arzt auferlegten Verpflichtung auf das medizinische "Gehilfenpersonal".