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06. Juli 2010
DKG zu den Eckpunkten für eine Gesundheitsreform

Kürzungen belasten Kliniken unverhältnismäßig

Dr. rer. pol. Rudolf Kösters
DKG-Präsident
Dr. Rudolf Kösters
Zu den Eckpunkten der Koalition für eine Gesundheitsreform erklärt der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Dr. Rudolf Kösters:

„Bereits auf den ersten Blick ist der angekündigte Rückfall in die Kürzungspolitik für Krankenhäuser enttäuschend. Wieder einmal müssen die Kliniken für die Sanierung der gesetzlichen Krankenkassen herhalten. Nicht nachvollziehbar aus Sicht der Krankenhäuser und ihrer 1,1 Millionen Beschäftigten ist, dass die Politik in dem ohnehin unterfinanzierten Klinikbereich Sparziele sucht. Die Halbierung einer niedrig zu erwartenden Grundlohnrate wird dazu führen, dass die Kliniken die Personalkostensteigerungen von ca. 1,5 Milliarden Euro in 2011 im Wesentlichen aus der Substanz aufzubringen haben.“

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder - 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände - in der Bundespolitik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 2.064 Krankenhäuser versorgen jährlich 18,0 Millionen stationäre Patienten und 18 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,1 Millionen Mitarbeitern. Bei 70 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

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